dmail

^ untested aber unerwartet: Delicious hat Dmail lanciert – ein Plugin für Gmail, mit dem man verschlüsselte, zurückziehbare Emails verschicken kann.

geeknote

untested aber super: Geeknote – eine Art CLI für Evernote (via)

reader view

^ oh, firefox hat jetzt anscheinend eine in die adresszeile) eingebaute reader view.

(bin noch nicht auf die heuristik gekommen, wann das angezeigt wird und wann nicht, aber anscheinend nur dann, wenn die view genügend readabiligen text erkennt)

update: ah, das ist ein nebeneffekt der neuen integration mit pocket, siehe Firefox Puts You in Control of Your Online Life

my account

eher devoha: Google hat eine Sammelseite gebaut, auf der man die wichtigsten Infos und Einstellungen zum eigenen Account findet (ann)

netvibes potion

oh, netvibes hat potions bekommen, also kleine zaubertränke resp. formeln, bei denen man trigger definieren kann, die dann effekte auslösen; ein bisschen ifttt für arme, wobei natürlich alle feed-bezogenen trigger trotzdem gelegentlich nützlich sein können, wenn man ohnehin schon dort ist.

google photos

^ Google hat gestern auf der I/O das aus G+ ausgegründete Google Photos vorgestellt. Im Blog beschreiben sie die Vorzüge, die Idee dabei ist jedenfalls alle Fotos aller auf ewig.

(kontextlose randbemerkung, aber es ist schon irre, wie gut gewisse serien schon vom absoluten anfang an besetzt und konzipiert waren)

twelfie

Der erste Megatrend 2015 ist ganz eindeutig der Selfie Stick, zumindest als Horizont für die humoristische Imagination von Startups.

Soweit ich sehe ist nur der Komplex cat content und cute overload noch beliebter, aber etwa jeder zehnte Aprilscherz hat sich auf Selfies und meistens mit Stick bezogen:

goats

^ nachdem Google die Google Goats anscheinend gedeadpooled hat, ist es erfreulich, dass zumindest Amazon Ziegenherden vermietet: Hire a Goat Grazer

(via)

myword editor

^ eher devoha, aber auch weil rastloses insistieren eine gewisse anerkennung verdient und weil es fast schon eine paradigmatische fallstudie für lazy blog ep. 46 ist: dave winer stellt seinen myword editor vor, eine art tool zum veröffentlichen von ‘essay pages’, das nur einen node.js server, amazons s3 für storage und twitter für identity braucht, um das ganze dann mit der betonung auf radikal silofrei via api-calls und cli-basierter administration zu betreiben.

tweets analytics

Ist mir irgendwie durchgerutscht: Twitter offeriert nun offensichtlich für alle Accounts eine Art Analytics.

Die Url ist https://ads.twitter.com/user/eigenertwittername/tweets für die Tweets, von dort kommt man auch zu den anderen Views wie einer Analyse der Verfolger.

followers analytics

the firehose

Dominik Schwind mit einer Art Single Page Aggregator für seine persönliche Firehose (ann)

(was eigentlich interessant wäre zu wissen, ist, wie viele leute das neue spotlight auch als applauncher/alternative zu quicksilver und co. entdeckt haben)

((ich vermute die anzahl geht gegen null, unterminiert aber gleichzeitig jegliche unabhängigen interventionen, das betriebssystem auf produktivitätstechnischer seite zu optimieren, und sollte also für apple unterm strich bestenfalls ein wash (und also der verlust jeglicher diesbezüglichen anschlusskommunukation sein)))

welche farbe hat es

^ nett: What colour is it?

(via)

wall art

^ ganz lustig: Flickr startet die Möglichkeit, Fotos in Bilder oder Bücher zu transformieren.

rooms

^ auch untested, vl. nicht unsuper: Facebook stellt Rooms vor, thematische Räume bei denen man pseudonym posten kann.

transmarksify your text from textile from markdown

untested aber super: Marksy – eine Browserextension mit der man Markup Formate konvertieren kann (nützlich also, wenn man im eleganten textile schreiben will aber als markdown posten muss usw.)

Eine Art Editor, der den Text als geschlossenes Band – also in einer Art Loop – offeriert, bei dem also unter dem Ende wieder der Anfang kommt und den man also an beliebiger Stelle ausdehnen kann.

inbox

passend zur nützlichen unterscheidung pt. 26 kündigt google auch eine neue inbox für gmail an.

(ich bin deshalb nicht ganz uninteressiert, weil das ergebnis ja doch ihren zwischenstand zum jetzt schon mehrere jahre alten traums eines intelligenten, antizipativen butlers, der einem die wünsche erfüllen kann bevor man auch nur weiß, dass man sie hat, reflektiert, viel bessere daten werden sie so schnell nicht bekommen. wobei es so ausschaut, als hätten sie die fixe idee der intelligenz und antizipation sogar etwas zurückgestellt und den fokus auf ‘funktionale tags’ und sortierung gelegt, was sicher nicht das schlechteste wäre, auch wenn sich über die hintertür natürlich eine verwässerung der separation of concerns einschleicht, weil die inbox einfach kein guter ort für todos ist, wie wir von gtd wissen)

((designtechnisch lässt google+ grüssen, insgesamt scheint google heuer jedoch zumindest den ansatz von einer eigenen handschrift gefunden zu haben, an der sie natürlich schon lange hier und dort schrauben, die aber nie wirklich konsistent angewandt wurde))

sobooks

kl. nachtrag zu Social Books : nachdem sie es vor einem jahr vorgestellt haben, haben lobo/kappes/wagner heute ihr sobooks auch öffentlich lanciert, hier nach 5 minuten herumspielen also noch schnell mein endgültiges urteil:

ich fürchte das wird nix. aber der reihe nach: sobooks ist eine plattform, auf der man bücher (books) sozial (so) lesen kann. einige bücher kosten nichts, andere kann man kaufen nachdem man sie kurz angelesen hat. alles läuft im browser ab, als leser kann man seiten kommentieren oder durch kommentieren von kommentaren mit den anderen oder dem autor ‘diskutieren’ (und soweit ich sehe kann man auch textstellen sharen, aber dafür müssen anscheinend popups erlaubt sein, was die meisten browser aber unterbinden, weil andere damit schindluder treiben). die optik und zum grösseren teil die usability ist nicht schlecht. alles sehr minimalistisch und funktional, wenn sie es irgendwie auf die reihe bekommen, dass einzelne seiten eines buches auch ohne scrollen auf eine bildschirmseite passen ist es vl. der beste browserbasierte reader für ebooks, über den ich bisher gestolpert bin; bonuspunkte wenn sie dann noch so dinge wie bookmarks oder eine elegante übersicht der eigenen anmerkungen usw. implementieren. bezüglich der reinen leseerfahrung haben sie gegen kindle / ibooks auf ipads zwar trotzdem keine chance, allerdings auch keinen unverzeihlichen nachteil. bleibt also das soziale und die grosse leistung von sobooks scheint mir hier zu sein, die konkrete seite eines buches durch vergabe einer sprechenden URL quasi zu sozialisieren bzw. sharebar und kommentierbar zu machen – und das ist natürlich ein wirklicher meilenstein. trotzdem frage ich mich, wie viel tatsächlicher nutzen durch die dabei entstehenden aktivitätsszenarien entsteht. ich will jetzt noch überhaupt nicht ausschliessen, dass es nicht irgendwelche anwendungsfälle gibt, die irgendeinen nutzen erzeugen und auch funktionieren (vl. gibt es ja eine jerry cotton fangemeinde, die nur darauf wartet, spuren auf absatzebenen zu diskutieren oder zwischen den heften ein netz an querverweisen zu etablieren; autoren können es vl. zum korrekturlesen von betabüchern verwenden; usw.). aber ich glaube weiterhin, dass das buch und die damit assoziierten praktiken (sprich: das lesen) viel zu sperrig ist, um darauf eine nachhaltige kommentarwirtschaft zu etablieren, und viel zu teuer ist (neben den kosten vor allem natürlich die kosten der eigenen zeit für das lesen), um die kommentare und shares als wirkungsvolles mittel für distribution oder discovery zu transformieren, die nicht grundsätzlich von anderen schon mitunter besser gelöst ist. wenn ich nicht schon ein grosses oder noch besser: wirklich grosses bestehendes interesse am buch oder einem jeweiligen sobooker selbst habe, dann interessiert es mich im allgemeinen einfach nicht so besonders, dass irgendwer irgendeine stelle in irgendeinem buch wirklich sharenswert findet und ggf. annotiert, selbst wenn ich mir dann die ganze seite als kontext dafür anschauen kann. in diesem sinne: viel glück.

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