Eine Art Editor, der den Text als geschlossenes Band – also in einer Art Loop – offeriert, bei dem also unter dem Ende wieder der Anfang kommt und den man also an beliebiger Stelle ausdehnen kann.

inbox

passend zur nützlichen unterscheidung pt. 26 kündigt google auch eine neue inbox für gmail an.

(ich bin deshalb nicht ganz uninteressiert, weil das ergebnis ja doch ihren zwischenstand zum jetzt schon mehrere jahre alten traums eines intelligenten, antizipativen butlers, der einem die wünsche erfüllen kann bevor man auch nur weiss, dass man sie hat, reflektiert, viel bessere daten werden sie so schnell nicht bekommen. wobei es so ausschaut, als hätten sie die fixe idee der intelligenz und antizipation sogar etwas zurückgestellt und den fokus auf ‘funktionale tags’ und sortierung gelegt, was sicher nicht das schlechteste wäre, auch wenn sich über die hintertür natürlich eine verwässerung der separation of concerns einschleicht, weil die inbox einfach kein guter ort für todos ist, wie wir von gtd wissen)

((designtechnisch lässt google+ grüssen, insgesamt scheint google heuer jedoch zumindest den ansatz von einer eigenen handschrift gefunden zu haben, an der sie natürlich schon lange hier und dort schrauben, die aber nie wirklich konsistent angewandt wurde))

sobooks

kl. nachtrag zu Social Books : nachdem sie es vor einem jahr vorgestellt haben, haben lobo/kappes/wagner heute ihr sobooks auch öffentlich lanciert, hier nach 5 minuten herumspielen also noch schnell mein endgültiges urteil:

ich fürchte das wird nix. aber der reihe nach: sobooks ist eine plattform, auf der man bücher (books) sozial (so) lesen kann. einige bücher kosten nichts, andere kann man kaufen nachdem man sie kurz angelesen hat. alles läuft im browser ab, als leser kann man seiten kommentieren oder durch kommentieren von kommentaren mit den anderen oder dem autor ‘diskutieren’ (und soweit ich sehe kann man auch textstellen sharen, aber dafür müssen anscheinend popups erlaubt sein, was die meisten browser aber unterbinden, weil andere damit schindluder treiben). die optik und zum grösseren teil die usability ist nicht schlecht. alles sehr minimalistisch und funktional, wenn sie es irgendwie auf die reihe bekommen, dass einzelne seiten eines buches auch ohne scrollen auf eine bildschirmseite passen ist es vl. der beste browserbasierte reader für ebooks, über den ich bisher gestolpert bin; bonuspunkte wenn sie dann noch so dinge wie bookmarks oder eine elegante übersicht der eigenen anmerkungen usw. implementieren. bezüglich der reinen leseerfahrung haben sie gegen kindle / ibooks auf ipads zwar trotzdem keine chance, allerdings auch keinen unverzeihlichen nachteil. bleibt also das soziale und die grosse leistung von sobooks scheint mir hier zu sein, die konkrete seite eines buches durch vergabe einer sprechenden URL quasi zu sozialisieren bzw. sharebar und kommentierbar zu machen – und das ist natürlich ein wirklicher meilenstein. trotzdem frage ich mich, wie viel tatsächlicher nutzen durch die dabei entstehenden aktivitätsszenarien entsteht. ich will jetzt noch überhaupt nicht ausschliessen, dass es nicht irgendwelche anwendungsfälle gibt, die irgendeinen nutzen erzeugen und auch funktionieren (vl. gibt es ja eine jerry cotton fangemeinde, die nur darauf wartet, spuren auf absatzebenen zu diskutieren oder zwischen den heften ein netz an querverweisen zu etablieren; autoren können es vl. zum korrekturlesen von betabüchern verwenden; usw.). aber ich glaube weiterhin, dass das buch und die damit assoziierten praktiken (sprich: das lesen) viel zu sperrig ist, um darauf eine nachhaltige kommentarwirtschaft zu etablieren, und viel zu teuer ist (neben den kosten vor allem natürlich die kosten der eigenen zeit für das lesen), um die kommentare und shares als wirkungsvolles mittel für distribution oder discovery zu transformieren, die nicht grundsätzlich von anderen schon mitunter besser gelöst ist. wenn ich nicht schon ein grosses oder noch besser: wirklich grosses bestehendes interesse am buch oder einem jeweiligen sobooker selbst habe, dann interessiert es mich im allgemeinen einfach nicht so besonders, dass irgendwer irgendeine stelle in irgendeinem buch wirklich sharenswert findet und ggf. annotiert, selbst wenn ich mir dann die ganze seite als kontext dafür anschauen kann. in diesem sinne: viel glück.

ello world

^ ello – eine art politisch und designtechnisch korrektes twitter. diese ‘you are not the product’ trope reicht zwar sicher nicht aus, aber es besteht sowohl in der knetmasse des designs als auch der funktionalität ein gewisses potential, könnte also zumindest ein neues subjot werden.

(thx und via to @kosmar)

((ich bin @hackr ))

cat

I Know Where Your Cat Lives – eine art plattform für postprivacy cats.

Spurious Correltations

^ kinda funny: Spurious Correltations

selfie

^ nett: Selfiecity – eine Art Visualisierungsprojekt von Selfies.

smiley

^ nett: Google Chrome kann jetzt auch Lego

backer

app.net bleibt für mich eine der grossen Dumpfbacken im Web, aber ich muss ihnen lassen, dass sie zumindest interessanteren Blödsinn machen. Unlängst etwa Backer (ann) – Crowdfunding für Features (‘sollen wir auch bitcoin können?’), das sie anscheinend auch anderen (allerdings nur nach eigenem gutdünken, oder überseh ich was?) zur Verfügung stellen.

(es ist fast schon unheimlich: wie app.net selbst löst auch backer das exakt falsche problem auf die exakt falsche weise. crowdfunding etabliert zwischen dem gefundeten und den fundenden idealerweise eine sehr ‘intime’ art an verhältnis, das allerdings auch ähnlich wie flattr – siehe flat und flattr – die in diesem fall imaginäre achse verschiebt. die auf oberster ebene (künstler <-> fan) funktionierende beziehung wird durch backer aber nicht nur zerhackt und trivial ökonomisiert, das ökonomische verhältnis selbst wird bei backer ‘sichtbar’. fans/unterstützer können sich nicht länger als ‘ermöglicher’ von was ansonsten unermöglichtem wahrnehmen und sich deshalb über sich selbst gut fühlen, sondern nur noch als datenpunkt in einer kalkulierten wirtschaftlichen funktion)

((nts: ein lazy blog für die unterschiede zwischen flattr und crowdfunding im symbolischen, imaginären und realen machen))

bridgy

Bridgy ist endlich mal wieder ein sinnvoller Versuch, eine offene Struktur neben und mit und nicht gegen die vorhandenen Strukturen zu etablieren: es sendet ‘webmentions’ auf eigene Links, die es auf Facebook, Twitter, Google+ und Instagram entdeckt (via – dort sieht man ü. auch, wie man das zb integrieren könnte)

centertain

(ich versuche ja, ‘primär geschäftstüchtige’ seiten eher zu vermeiden, aber cEntertain hat mir eigen gewissen grad an achtung abgerungen, weil sie nicht nur das yahoo’sche grunddesign vorweggenommen, sondern auch das crossselling fast schon elegant (und in jedem fall herausragend) integriert haben)

yahoo news digest

^ bleiben wir bei Yahoo und Reuse: beim Yahoo News Digest werden mit Summly eine Art Zusammenfassungen für die ‘wichtigsten’ News des Tages generiert (iOS only, derzeit anscheinend noch nicht im de store).

santa tracker

^ oh, Google hat anscheinend einen Santa Tracker

google tips

^ auch eher devoha: Google Tips

amazon storybuilder

^ untested aber super: Amazon Storybuilder – eine art tool für drehbuchschreiber von amazon.

street view

^ untested aber super: man kann jetzt seine eigenen Street Views machen.

app

^ hmm, app.net stellt eine art tool/infrastruktur zum verschicken von massenupdates vor (via). wer will kann ‘broadcast channel’ erstellen und befüllen, wer auf der anderen seite will kann sie abonnieren und bekommt die updates zugepusht.

(ist zwar ein ziemlicher hakenschlag zum ursprünglichen modell, aber hier sind zumindest anwendungsfälle denkbar, die über einen offenen weihrauch hinausgehen; glaub zwar nicht, dass das app wirklich hilft, zumal das von TFG leicht – und dann natürlich für etwaige pu(bli)sher wesentlich attraktiver – nachgebaut werden kann, falls das auch nur den funken eines momentums bekommt, was bei der existierenden dichte ohnehin unwahrscheinlich ist. aber die unterscheidung pull/push ist grundsätzlich sicherlich sinnvoll. interessant bei app bleibt jedenfalls auch ihr stufen-basierter finanzierungsprozess. sie lassen sich die entwicklung von einem tool, für das die user dann bezahlen, via kickstarter finanzieren; die mitgliedsbeiträge verwenden sie dann zum ausbau einer infrastruktur von was ganz anderem, tbc.)

google

^ Google BBS Terminal

(via)

selfie

paradigmatische fundamentale datentypen 2003: bookmarks, fotos, usw.
paradigmatische fundamentale datentypen 2013: selfies (bieber), usw.

(via)

klingt nicht ganz uninteressant: Twitter lanciert Custom Timelines – eine Art kuratierbarer Substrom an Tweets.

etwa :

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