Praktischerweise starten im Februar und März gleich eine ganze Reihe an Kursen rund um Statistik und Data Analysis:

Intro to Data Science

^ Intro to Data Science von Udacity (siehe) – hat diese Woche begonnen, dauert 5 Wochen und schaut nicht schlecht aus. Topics sind Data Manipulation, Data Analysis with Statistics and Machine Learning, Data Communication with Information Visualization und Data at Scale, scheint Pandas zu verwenden.

Introduction to Probability

^ Introduction to Probability von edX / MIT (siehe) – hat auch diese Woche begonnen, dauert 15 Wochen und schaut auch nicht schlecht aus und werd ich auf alle Fälle probieren, könnte mir aber zu mathematisch sein (multiple discrete or continuous random variables, expectations, and conditional distributions, laws of large numbers, the main tools of Bayesian inference methods, an introduction to random processes, Poisson processes and Markov chains).

Introduction to Statistics

^ Introduction to Statistics von edX / UC Berkeley startet am 24. Feb und dauert 5 Wochen. Möchte ich auf alle Fälle machen. Ein bisschen Statistik braucht man einfach, weil sonst schnell Dinge zu unnötigen Roadblocks werden.

Data Wrangling with MongoDB

^ Data Wrangling with MongoDB von Udacity (siehe) – startet am 26. Feb, dauert 6 Wochen und schaut auch nicht schlecht aus. Students will learn how to collect, clean, and extract needed data and store it in MongoDB. We will also cover schema design, learn how to process data within MongoDB, and utilize Hadoop along with MongoDB to perform MapReduce operations..

The Analytics Edge

^ The Analytics Edge von edX / MIT (siehe) – beginnt am 4. März, dauert 11 Wochen und schaut sehr interessant aus (Through these examples and many more, we will teach you the following analytics methods: linear regression, logistic regression, trees, text analytics, clustering, visualization, and optimization. We will being using the statistical software R to build models and work with data.).

Exploratory Data Analysis

^ Exploratory Data Analysis wieder von Udacity (siehe) – startet am 12. März, dauert 6 Wochen und schaut auch nicht schlecht aus, scheint vor allem R zu verwenden.


^ (mein wichtigster tweet bisher)

ich hab das gespräch mit bruce sterling und dan reed schon im hackr.tv erwähnt, und das empfehle ich jedem sich anzuhören, aber ein konzept sei hier nochmal betont: die pace layers (man könnte die schichten für den komplex web sicher nochmal etwas granularer definieren, aber allein die ruhe, die man bekommt, wenn man den affenzirkus in der oberen schicht etwas gelassener bewerten kann, aber auch die signaltöne für phasen der wachsamkeit sind bitcoins wert)

noch ein kleiner hörtipp: P is for Personal – asymco über die neuen iPhones.

(horace droppt einiges an knowledge, nur als beispiel sein requoting von steve jobs’ ‘it’s easy to foresee the future, but it happens a lot slower than you think’ (~12:20) das die ganzen xy ist tot debatten erübrigt, wobei er selbst natürlich so sehr reduziert und kontingente grundannahmen eliminiert, dass die bedeutung seiner schlussfolgerungen selbst wieder schwer zu erkennen ist usw.)

Stop asking 'Is this a good or bad thing?' and start asking 'What's going on?'

mcluhan heute vor fünf jahren

(mcluhan’s account wurde leider suspended; die aufforderung ist aber nützlicher denn je, fast alle unfruchtbaren diskussionen lassen sich auf willkürliche moralische positionen zurückführen)

enthalten und ausgeführt hier

er ist die chance unseres jahrhunderts: befreiung von philosophie durch technik

Umair Haque mit einem ausführlichen Rant gegen die Versnackung von Problemen und Ideen

TED thinking” is shorthand for the ideas industry’s obsessive, infantilizing, and creepily weird fixation with “innovation”, with “growth”, with “change”, with “value”, “utility”, and “marketability.”

und mit einer Art theologischer Ethik der echten Probleme

In this way, Great Ideas demand precisely the opposite of TED thinking. They demand our lasting engagement, dedication and commitment; our time and energy; our frustration and infuriation; our suffering, passion, and pain — not merely our easy wonder and wide-eyed astonishment. They demand not just our rapture, but something more human: every bit of our fuller, truer, better selves.

devoha: Eine weitere besonders nützliche Unterscheidung kommt von Bruce Sterling und unterscheidet 4 Arten von Dingen:

  • Beautiful Things
  • Emotionally Important Things
  • Tools, devices and appliances that efficiently perform some useful function
  • Everything Else

Er beschreibt das ganz grossartig etwa ab 30:00

(eine andere nützliche Unterscheidung, die er in seiner Keynote auf der Reboot einführt, ist die Wertigkeit von Innen nach Aussen (i.e. die könige der dinge, die dinge, denen man die meiste beachtung schenken sollte, bei denen man am meisten auf die qualität achten sollte, sind die dinge, die uns räumlich am nächsten sind und mit denen wir die meiste zeit verbringen: die unterwäsche, das gewand, die schuhe, das bett, der sessel, man kann das für sich nach aussen und auch nach innen weiterdenken)

((für das everything else gibt es natürlich eine reihe von möglichen strategien, das muss nicht notwendigerweise in der selbstauflösung landen, auch wenn eliminieren wohl das gscheiteste für leute mit hang zum sammeln ist; das wichtigste ist wohl, das mental durchgearbeitet und entschieden und gwm. psychohygienisch wirklich abgeschrieben zu haben und einfach zu wissen, dass das in diese kategorie fällt (‘morally prepared’)))

(abt: draw the distinction!)

plato notes

^ wired über plato notes, das community memory terminal, memex und andere urahnen von ‘social media’

(abt. früher war alles besser)

((nur am rande: das ist auch eine spur für die frage, wer die wiederentdeckung des selbst wie und warum macht, von martin lindner : man entdeckt sich mitunter dann wieder, wenn man ein déjà vu hat, das hatten wir doch schon mal, wo war denn das noch schnell? wenn dieses gefühl unwahrscheinlich viele gleichzeitig haben, dann deutet das darauf hin, dass wir uns ein einer neuen grösseren loop auf sozialer ebene befinden, sprich: eine breitere gruppe an neuen/anderen leuten beginnt das eigentlich schon bekannte in ihrer eigenen timeline zu entdecken. die tragikomik entsteht, weil sich die timelines der explorativen hacker und der implorativen macher nicht synchronisieren, dass also diejenigen, die die grundsätzlichen möglichkeitsräume abstecken und zeigen, wie und was man mit irgendwas technisch machen kann, schon längst wieder weg sind, wenn diejenigen auftauchen, die mit irgendwas tatsächlich was machen könnten oder wollten, was suboptimal ist, weil die oft nicht die besten trüffelschweine für praktiken und pragmatische lösungen oder bastler innerhalb von einschränkungen sind, weswegen die ausdifferenzierung dann auf niedrigem niveau erfolgt, wir kennen ja das muster. noch mehr am rande: das ist auch der grund, warum viele journalisten die letzten sind, die blogs entdecken, oder warum viele professionelle photographen die letzten sind, die flickr entdeckt haben, was dann selbst wieder in der signifikanz weggespült wurde, weil halt facebook und instagram dann wirklich jedem unmittelbar einleuchtet usw.))

(das web braucht keine vordenker und schon gar keine politiker, dachte ich in meinem ohrensessel)

oder was man von einem mini flat-white über die neuen 5s – Singularity, Sociality, Spontaneity, Synchronicity, Solubility – lernen kann.

If You Were the Next Steve Jobs…

Apropos New School of Education: das etwas umtriebige Verhalten von Udacity’s Sebastian Thrun – es gibt ja kaum ein Medium, in dem er in den letzten Wochen kein Interview gegeben und die Revolution der Bildung angedeutet hat – war Coursera dann doch ein bisschen zu suspekt und sie haben nicht nur Partnerschaften mit 12 weiteren Universitäten sondern auch zunächst mal 111 weitere Kurse angekündigt. edX wiederum bekommt eine Million von der Gates Foundation, das Feld beschleunigt sich ganz offenkundlich.

Und dabei lustig: alles, was für den derzeitigen Umbruch notwendig war, ist, dass einer (Udacity) Gas gegeben und ein Eitzerl mehr Aufwand investiert hat, sprich nicht nur vorhandenes Material adaptiert, sondern dediziert neues Material in einem geeigneteren Format erstellt hat; die Form der Vorlesung nicht unreflektiert übernommen (Coursera) oder pragmatisch aufgelöst (Khan) sondern eine erwartbare Form definiert hat; und vor allem: Design nicht völlig ignoriert sondern ein bisschen in das Design der Website, das Design der Umgebung und das Branding investiert hat. (ich hab die problemchen mit udacity schon gelegentlich erwähnt und wiederhole sie hier jetzt nicht; entscheidend ist tatsächlich die disposition, und da hat udacity alle auf dem falschen fuss erwischt)

(nur als gefühl am rande: mir kommt vor, dass thrun gerade ein bisschen überverkauft und überverspricht. mit der statistik klasse wollte er etwa einen neuen teilnehmerrekord aufstellen, angemeldet haben sich dann 25.000 und nicht die erhofften 160k+; als neue zielgruppe wurden schüler ausgemacht, und das hat sich dann auch im ‘anspruch’ und der zumindest anfänglichen gegen null gehenden schwierigkeitsstufe manifestiert, die sich dann aber in eine bipolare unentschiedenheit transformiert hat, was der kurs sein soll (prepre-algebra in den lectures mit sich wiederholenden ‘doesn’t this blow your mind?’ und irgendwie aus dem nichts kommenden problem sets, die dann komplexere integralrechnung und mathematische beweisführung erforderten, wechseln sich freudig ab). udacity hat afaics ein riesiges potential, aber auch einige löcher, in die sie fallen können, wenn sie zu früh zu viel wollen oder hudeln oder zu früh erfolgreich werden, so blöd das klingt)

daniel russell

Nachtrag zu Power Searching with Google : der Kurs zum zertifizierten Powersearcher war durchaus gut gemacht und hat auch eine passende Mischung zwischen Einführung und Pro-Tips gefunden. Ich hab das meiste gekannt, aber mir wurde trotzdem nicht langweilig, weil es fast immer noch einen kleinen Twist gab. Ab nächster Woche sind die Videos wohl public, kann ich wirklich empfehlen.

huch, der kommende Pulsschlag an Kursen von Coursera und Udacity hat eine Tendenz zu Mathematik/Statistik/Algorithmik:

crypto

Cryptography (Coursera, ab 11.6.)

algo

Algorithms: Design and Analysis (Coursera, ab 11.6.)

statistics 101

Introduction to Statistics (Udacity, ab 25.6.)

cs 215

Algorithms: Crunching Social Networks (Udacity, ab 25.6.)

cs 221

Logic and Discrete Mathematics (Udacity, ab 25.6.)

dazu passend noch CS 61B Data Structures (Berkeley, seit 2006)

Bei wem wie bei mir die Mathematik-Kenntnisse seit dem Gymnasium wahrscheinlich auf Volksschulniveau degeneriert sind, könnte eine kleine Auffrischung vl. gar nicht schaden.

(ich glaub ich werd mal schauen; ein bisschen math/algo/statistics wär vl. tatsächlich gar nicht schlecht, zumal ich in letzter zeit schon gemerkt hab, wie schnell man ansonsten einfach völlig ansteht und noch nicht mal die problematik des problems erahnbar ist, bestenfalls die selbstbeobachtung beim vermuten einer beobachtungsunfähigkeit, man gwm. eingezäunt dahindenkt usw. andererseits ist das ein bereich, in dem die soziale aufgabenverteilung schon sinnvoll ist, die relevanten probleme sind schwer und man kann das nicht wirklich im nebenbei aufpicken usw.)

(nts: mich öfter selbst zitieren)

^ ((höre das gerade während diversen errands und urbanem streunen… ich hätte nie vermutet, wie humorvoll sein stil ist))

EFF Guide for Travelers Carrying Digital Devices

Nützlicher Guide für Reisende mit digitalen Gerätschaften von der EFF (die vorgestellten techniken sind auch ganz allgemein recht sinnvoll)

nur quergehört aber ich möchte es erwähnen, solange es noch online anhörbar ist: die Serie Vom Wissen zum Tun im Radiokolleg ist glaub ich sehr super. Ich hab selten so viele so dichte/unhysterische/pragmatische Einschätzungen zur Krise gehört. Und warum uns das Wissen darüber leider nicht hilft.

Pt. 1 (wiederholt bis mo 22:15 hier)
Pt. 2 (bis di 09:00)
Pt. 3 (bis mi 09:00)
Pt. 4 (bis do 09:00)

Umair Haque wieder einmal grandios über die fünf Merkmale vom Neofeudalismus (Neoserfdom, Output fetishism, Kleptarchy, Patronage, Cronyism)

what technology wants

^ endlich gelesen, ich würde doch sagen pflichtlektüre, eigentlich sollte man ein schulfach draus machen, Technium und Systemtheorie oder so: What Technology Wants

(sehr dicht, insofern passt eine rezension nicht in ein, zwei absätze, aber nur eine anmerkung: es ist ein bissl schade, dass er teilweise ins theologische abdriftet, ein paar dinge wären mit einem deleuzeschen materialismus doch noch trefflicher beschrieben, tier werden der maschinen etc., anyway, be there or be square)

The more we search for a fine-grained solution to filter failure, the stranger the “I” for whom the filter must not fail becomes.

Seminaler Text von echovar über Filter/Postfilteracy.

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