enthalten und ausgeführt hier
er ist die chance unseres jahrhunderts: befreiung von philosophie durch technik
Umair Haque mit einem ausführlichen Rant gegen die Versnackung von Problemen und Ideen
“TED thinking” is shorthand for the ideas industry’s obsessive, infantilizing, and creepily weird fixation with “innovation”, with “growth”, with “change”, with “value”, “utility”, and “marketability.”
und mit einer Art theologischer Ethik der echten Probleme
In this way, Great Ideas demand precisely the opposite of TED thinking. They demand our lasting engagement, dedication and commitment; our time and energy; our frustration and infuriation; our suffering, passion, and pain — not merely our easy wonder and wide-eyed astonishment. They demand not just our rapture, but something more human: every bit of our fuller, truer, better selves.
devoha: Eine weitere besonders nützliche Unterscheidung kommt von Bruce Sterling und unterscheidet 4 Arten von Dingen:
- Beautiful Things
- Emotionally Important Things
- Tools, devices and appliances that efficiently perform some useful function
- Everything Else
Er beschreibt das ganz grossartig etwa ab 30:00
(eine andere nützliche Unterscheidung, die er in seiner Keynote auf der Reboot einführt, ist die Wertigkeit von Innen nach Aussen (i.e. die könige der dinge, die dinge, denen man die meiste beachtung schenken sollte, bei denen man am meisten auf die qualität achten sollte, sind die dinge, die uns räumlich am nächsten sind und mit denen wir die meiste zeit verbringen: die unterwäsche, das gewand, die schuhe, das bett, der sessel, man kann das für sich nach aussen und auch nach innen weiterdenken)
((für das everything else gibt es natürlich eine reihe von möglichen strategien, das muss nicht notwendigerweise in der selbstauflösung landen, auch wenn eliminieren wohl das gscheiteste für leute mit hang zum sammeln ist; das wichtigste ist wohl, das mental durchgearbeitet und entschieden und gwm. psychohygienisch wirklich abgeschrieben zu haben und einfach zu wissen, dass das in diese kategorie fällt (‘morally prepared’)))
(abt: draw the distinction!)

^ wired über plato notes, das community memory terminal, memex und andere urahnen von ‘social media’
(abt. früher war alles besser)
((nur am rande: das ist auch eine spur für die frage, wer die wiederentdeckung des selbst wie und warum macht, von martin lindner : man entdeckt sich mitunter dann wieder, wenn man ein déjà vu hat, das hatten wir doch schon mal, wo war denn das noch schnell? wenn dieses gefühl unwahrscheinlich viele gleichzeitig haben, dann deutet das darauf hin, dass wir uns ein einer neuen grösseren loop auf sozialer ebene befinden, sprich: eine breitere gruppe an neuen/anderen leuten beginnt das eigentlich schon bekannte in ihrer eigenen timeline zu entdecken. die tragikomik entsteht, weil sich die timelines der explorativen hacker und der implorativen macher nicht synchronisieren, dass also diejenigen, die die grundsätzlichen möglichkeitsräume abstecken und zeigen, wie und was man mit irgendwas technisch machen kann, schon längst wieder weg sind, wenn diejenigen auftauchen, die mit irgendwas tatsächlich was machen könnten oder wollten, was suboptimal ist, weil die oft nicht die besten trüffelschweine für praktiken und pragmatische lösungen oder bastler innerhalb von einschränkungen sind, weswegen die ausdifferenzierung dann auf niedrigem niveau erfolgt, wir kennen ja das muster. noch mehr am rande: das ist auch der grund, warum viele journalisten die letzten sind, die blogs entdecken, oder warum viele professionelle photographen die letzten sind, die flickr entdeckt haben, was dann selbst wieder in der signifikanz weggespült wurde, weil halt facebook und instagram dann wirklich jedem unmittelbar einleuchtet usw.))
oder was man von einem mini flat-white über die neuen 5s – Singularity, Sociality, Spontaneity, Synchronicity, Solubility – lernen kann.

Nachtrag zu Power Searching with Google : der Kurs zum zertifizierten Powersearcher war durchaus gut gemacht und hat auch eine passende Mischung zwischen Einführung und Pro-Tips gefunden. Ich hab das meiste gekannt, aber mir wurde trotzdem nicht langweilig, weil es fast immer noch einen kleinen Twist gab. Ab nächster Woche sind die Videos wohl public, kann ich wirklich empfehlen.
huch, der kommende Pulsschlag an Kursen von Coursera und Udacity hat eine Tendenz zu Mathematik/Statistik/Algorithmik:

Cryptography (Coursera, ab 11.6.)

Algorithms: Design and Analysis (Coursera, ab 11.6.)

Introduction to Statistics (Udacity, ab 25.6.)
Algorithms: Crunching Social Networks (Udacity, ab 25.6.)

Logic and Discrete Mathematics (Udacity, ab 25.6.)
dazu passend noch CS 61B Data Structures (Berkeley, seit 2006)
Bei wem wie bei mir die Mathematik-Kenntnisse seit dem Gymnasium wahrscheinlich auf Volksschulniveau degeneriert sind, könnte eine kleine Auffrischung vl. gar nicht schaden.
(ich glaub ich werd mal schauen; ein bisschen math/algo/statistics wär vl. tatsächlich gar nicht schlecht, zumal ich in letzter zeit schon gemerkt hab, wie schnell man ansonsten einfach völlig ansteht und noch nicht mal die problematik des problems erahnbar ist, bestenfalls die selbstbeobachtung beim vermuten einer beobachtungsunfähigkeit, man gwm. eingezäunt dahindenkt usw. andererseits ist das ein bereich, in dem die soziale aufgabenverteilung schon sinnvoll ist, die relevanten probleme sind schwer und man kann das nicht wirklich im nebenbei aufpicken usw.)
ef systemtheorie (audio) wuala.com/soziologie/vid… via @mauszfabrick
(nts: mich öfter selbst zitieren)
^ ((höre das gerade während diversen errands und urbanem streunen… ich hätte nie vermutet, wie humorvoll sein stil ist))

Nützlicher Guide für Reisende mit digitalen Gerätschaften von der EFF (die vorgestellten techniken sind auch ganz allgemein recht sinnvoll)
nur quergehört aber ich möchte es erwähnen, solange es noch online anhörbar ist: die Serie Vom Wissen zum Tun im Radiokolleg ist glaub ich sehr super. Ich hab selten so viele so dichte/unhysterische/pragmatische Einschätzungen zur Krise gehört. Und warum uns das Wissen darüber leider nicht hilft.
Pt. 1 (wiederholt bis mo 22:15 hier)
Pt. 2 (bis di 09:00)
Pt. 3 (bis mi 09:00)
Pt. 4 (bis do 09:00)
Umair Haque wieder einmal grandios über die fünf Merkmale vom Neofeudalismus (Neoserfdom, Output fetishism, Kleptarchy, Patronage, Cronyism)

^ endlich gelesen, ich würde doch sagen pflichtlektüre, eigentlich sollte man ein schulfach draus machen, Technium und Systemtheorie oder so: What Technology Wants
(sehr dicht, insofern passt eine rezension nicht in ein, zwei absätze, aber nur eine anmerkung: es ist ein bissl schade, dass er teilweise ins theologische abdriftet, ein paar dinge wären mit einem deleuzeschen materialismus doch noch trefflicher beschrieben, tier werden der maschinen etc., anyway, be there or be square)
The more we search for a fine-grained solution to filter failure, the stranger the “I” for whom the filter must not fail becomes.
Seminaler Text von echovar über Filter/Postfilteracy.
Anything you buy, you must maintain. Each tool you use requires time to learn how to use, to install, to upgrade, or to fix. A purchase is just the beginning. You can expect to devote as much energy/money/time in maintaining a technology as you did in acquiring it.
Kevin Kelly mit einigen Basics für das Leben im Technium.
Once the industrial cloud complex is running at optimal capacity, the balance of power shifts. What was once a couple of kids putting on a show in the barn, or four mop tops singing love songs for teenagers, becomes big business. Really big business. It’s also the moment when the Internet business turns into show business.
echovar beginnt ganz harmlos mit einer Beschreibung der Inputs seines Fernsehers und landet beim homöostatischen Endpunkt der Ausdifferenzierung zwischen Welt und Cloud.
Visibility on the Network is near nil. You can’t see the copy next to the copy next to the copy. You can’t see the original among the copies. Except when you search for a news story. Then you can see there are thousands of copies of the same story on every major news site on the Network. What looks like value in the context of a single news site, looks like a commodity space-filler when viewed from across the breadth of the Network.
…
Imagine, if you will, a search appliance that can count discrete objects. And not just count discrete objects, but tracks their trajectory through time. Original reporting hits the Network in real time and becomes visible through a search (track). Syndication is weighted as a retweet; Syndicators are weight by reputation; but the creativity of original reporting would weigh the most. The point of origin regains significance.
echovar über networks, vectors, velocity, trajectory through time oh my!
Here’s what I’m beginning to suspect. The global economy’s challenges are structural, hardwired, systemic—not transient, fleeting, and isolated. The disease in the DNA—not in the organs.
Umair Haque nimmt sich die verschiedenen Märkte (Capital markets, Labour markets, Product and service markets, Resource markets) vor ((und verpasst fast allen ein F)).
(((man müsste mal haque und zizek in einen mixer tun, das ergebnis stell ich mir nicht uninteressant vor, könnte konkreter sein als haques awesomeness und zizeks postkapitalismus)))
die 10te Ausgabe vom Wavetank.
(die ersten 18sec sind eine nette, luhmanneske hommage an beavis und butt-head)
Android is closed. But it still has fragmentation. Like all open-source products.
Fake Steve Jobs über Android
schöne überlegungen von venomous porridge, getriggert durch das ende von favrd :
When something has a real scarcity, you value it more when you have less of it. But for a currency without scarcity, like Twitter stars, the function is inverted: the more you spend, the less it’s worth to others. In particular, the less yours is worth, since this currency comes with a name attached.
…
Simply put, I think what happened to Favrd was that a new crop of users appeared who didn’t know how to value the currency, and thus they inadvertently devalued it.
(ich kenne kein tool, das diesen umstand der devaluierung auf per user basis algorithmisch berücksichtigt)
