
(reusing die geldhaufenchartsgrafik) Twitter hat laut GigaOM und vielen anderen eine Finanzierungsrunde in Höhe von 15 Mio Dollar bei einer Valuation von 80 Mio abgeschlossen. Congrats.
heute vor 5 jahren: 15m
(kontextlose randbemerkung: welcome to the sackgasse)

(siehe hop)
(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass grosse teile des diskurses über das web moralisch sind und aus dem blickwinkel einer durch das web vermittelten asymptotischen utopie oder dystopie formuliert werden, die beide natürlich als gedanklicher horizont durchaus nützlich sind, aber den blick auf die 98,2% im sonstigen alltag stattfindenden aktivitäten bis hin zum unbrauchbaren verzerren. erlösung oder apokalypse, entscheide dich jetzt.)
((nur am rande: ich versteh meistens überhaupt nicht, über was eigentlich gestritten wird. ja, natürlich eröffnet das internet eine utopische dimension an freiheit, offenheit, demokratie, zugang zu kultur und wissen und bildung, auf ein bündel an produktions-, rezeptions- u. distributionsbedingungen, das wir in der geschichte der menscheit so noch nie auch nur erträumen konnten. wenn alles, was denk- und machbar ist, und alles, was bisher kulturell überlieferterweise gedacht und gemacht worden ist, in einem einzigen, gleichzeitigen netz verschaltet wird, dann liegen uns viele steine und einschränkungen, die uns bisher strukturell von einigen dingen abgehalten haben, nicht mehr im weg. gleichzeitig bedeuten neue möglichkeiten und möglichkeitsräume alleine noch überhaupt nichts, sie müssen auch genutzt und ausgefüllt werden und es gibt auch kämpferische gegenkräfte. und ja, natürlich eröffnet das internet eine dystopische dimension an überwachung, kontrolle, staatlicher zensur auf der einen, privatisierung von wissen auf der anderen seite, manipulation von öffentlichkeit, etc. die verschiedenen komplexe (massenmedial, politisch, militärisch, industriell, biotech, etc.) und der finanzsektor arbeiten da symbiotisch zusammen, um auch weiterhin geld und macht bei sich zu konzentrieren. und auch dagegen gibt es zum glück kämpferische gegenkräfte bzw. eben ein in den möglichkeiten angelegtes gegenkraftspotential.))
(((und nur zur sicherheit: beide dimensionen verdienten eine gründliche analyse, aber genau die findet ja wegen dem dauerrauschen auf dem negativen horizont nicht statt; und eine mögliche handlungsfähigkeit ist natürlich überhaupt ein ganz anderes blatt. bonuspunkte wie immer für konkrete fallstudien und sternchen für eine umfassende typologie)))
diagonal über spex oe1.orf.at/programm/337600
— Markus Spath (@hackr) May 19, 2013
(blogpost über die sich abzeichnenden parallelen und parallaxen, die sich in den diskursen über musik aka spex und diskursen über das web abzeichnen, bonsuspunkte für konkrete fallstudien und sternchen für eine umfassende typologie der begriffsfiguren, themen, tropen, strategien und strategeme usw.)
((die beiden diskurse verhalten sich natürlich zum behandelten gegenstand völlig unterschiedlich, aber es gibt teilweise auch wirklich unheimliche ähnlichkeiten, manchmal auf gleicher, manchmal auf verschobener ebene, siehe das oben verlinkte diagonal. es ist wirklich lustig zu sehen, wie sich gewisse grundfehler wiederholen, man sich schon deren auswirkungen anschauen kann, zumindest eine mögliche serie, oder wie gewisse (nicht nur retrospektiv) blöde grundannahmen wohl notwendig sind, um entwicklungen und prozesse auszulösen, die dann wiederum etctrara))
(kontext)
Books:
D/G – Rhizom
(wohl tatsächlich die kleine bibel zum web avant la lettre)
Movies
-
Series:
- Eurovision Song Contest
- GNTM S8 E12
- Orphan Black S1 E8
Apps
-

uff, endlich sehe ich ein Licht, was Google mit Google+ vorhat; ich sags gleich mal vorweg: es ist nichts Gutes, aber es ist zumindest nicht ganz ohne Sinn. Zu sehen ist das ganze in der Session zur Google+ Plattform (beginnt etwa ab minute 25).
Meine falsche Grundannahme bei G+ war immer, dass es von Google als eine Art soziales Netzwerk und als Plattform zum Sharen von Stuff und zum Posten und Diskutieren von kurzen Gedanken angedacht war. Was es für Google aber in Wirklichkeit zu sein scheint, ist ein in seiner Form völlig arbiträrer Anker zum Aufbau eines eigenen sozialen Graphen, den sie nun mithilfe der Motivationsmacht von Google (der Suchseite) und der Plattformmacht von Android mit dem restlichen (mobilen und stationären) Web verzahnen wollen. Auch Photos und Hangouts sind da maximal eine Art Honig. Wer brav mitspielt (indem er eine G+ seite anlegt und aktiv betreibt, auf seinem webdienst oder blog die buttons und google+ sign-in integriert, einige scripts einbettet und die eigenen inhalte entsprechend auszeichnet, usw.), der wird auf den Suchseiten und in Android mit einigen Zuckerln belohnt und kommt in den Genuss der Teilnahme an einem dann von Google konstruierten Zoosystem (siehe nochmal die session im obigen video).
(nur am rande: es wird lustig sein zu beobachten, wie die deutschen verlage darauf reagieren; sie stehen vor der entscheidung das zu ignorieren und selbstgewählt auf google unsichtbarer zu werden, oder das zu integrieren, was aber nichts anderes als ein explizites opt-in sicherlich auch zum anzeigen von schnipseln ist, vermut ich mal, ohne die tos gelesen zu haben. und die huffington post startet in de sicher mit jedem sozialmedialviralem geschoss, das bisher erfunden wurde)
((alles verläufig, ich hab es noch nicht in freier wildbahn gesehen))
kleine randbemerkung: die grosse phantasie von google seit einigen jahren ist deklarierterweise, den menschen zu einem konkreten zeitpunkt an einem konkreten ort genau die information zu liefern, die man wissen möchte oder die man braucht, oder das perfekte produkt (track, film, buch, restaurant, gericht, etctrara) vorzuschlagen, das man idealsterweise kaufen oder rezipieren möchte. look, buy one get one free. google will sozusagen der ideale und allwissende butler sein, der das leben aller in ein einziges schlaraffenland verwandelt. und dieses glückliche leben dokumentiert man dann auf g+, das erkennt ja jetzt auch eigenständig die fotos auf denen alle lachen.
die genuin falsche grundannahme ist, dass es dieses im moment ‘richtige’ gibt und man es nur auf basis der daten ausrechnen muß, daten hat google ja im idealfall wohl genug, es kennt den ort, es kennt die zeit, es kennt die gesamte vorgeschichte, alle bisherigen suchen, käufe, mahlzeiten, treffen, alle kontakte, die gesamte kommunikation, usw., da kann das dann wohl nicht so schwer sein. aber genau das ist der fehler. dieses ‘richtige’ gibt es nicht vorab, sondern nur retrospektiv. bei allem was den funken eines persönlichen werts hat, spielt das begehren eine viel grössere rolle als die summe aller neutraler sachverhalte. man kann glaub ich fast sagen, dass alles, was uns eine suchmaschine vorschlagen kann, per definitionem ‘wertlos’ wird und das begehren verscheucht. das begehren kommt immer nur von der seite, von der wir es nicht erwarten oder sehen können. google will also wohin, wohin es – zumindest für moderat komplexe lebewesen – nicht kann.
devoha die google i/o keynote in tweets:
haha, #io13 trendet auf twitter aber nicht auf g+ (übrigens t-43 developers.google.com/events/io/ )
— Markus Spath (@hackr) May 15, 2013
runde zahlen technisch kriegt apple die keynotes besser hin (900 mio, 48 mrd, …) #io13
— Markus Spath (@hackr) May 15, 2013
ein paar neue retro apis (quantified self activity recognition fürs handy, gamification achievments und leaderboard apis) #io13
— Markus Spath (@hackr) May 15, 2013
all access schaut nicht schlecht aus #io13
— Markus Spath (@hackr) May 15, 2013
sad fact: 1% weniger kitsch im geschmackslevel der google nerds (und die damit verb. folgekosten) könnte mehrere google reader betreiben.
— Markus Spath (@hackr) May 15, 2013
#io13 abschliessend: einige dinge sicher nicht leicht, larry page irg. rührend, design teilweise hübsch, teilw. löcher gestopft, this is it?
— Markus Spath (@hackr) May 15, 2013

^ seit heute schaut G+ also so aus… (hab noch keine meinung; vom design her ist es wohl besser, allerdings kommt mir vor, dass sie eher populäre elemente von tumblr und co. imitieren, ohne zu wissen warum und wie und warum die dort funktionieren und ohne zu merken, dass das g+ auf eine weise festlegt, die sie wohl nicht wollen, wobei ihnen natürlich ohnehin nie klar war, was sie damit überhaupt wollen etc, aber mal schauen)

de(namenstechnischen)voha: es gibt wohl einen National Day of Civic Hacking
Kleine Browsererweiterung, die die Qualitätsinhalte rausfiltert und nur die Ads anzeigt, also eine Art MagBlocker.

^ google mit einem (nicht ununheimlichen) muttertagsdoodle.
(kontext)
Books:
F. Scott Fitzgerald – Der Knacks
Movies
-
Series:
- The Amazing Race S22 E11-12
- GNTM S8 E11
- Orphan Black S1 E7
- Survivor S26 E13
Apps
-
(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass es für ältere webdienste kaum möglich ist, die verschiedenen timelines der leute zu koordinieren und ein momentum zu wiederholen, auch wenn sie deutlich besser sind als neue tools, die natürlich zu ihrem start viele timelines synchronisiert bekommen. bonuspunkte wie immer für konkrete fallstudien und sternchen für eine typologie der ähnlichkeitsbeziehung zwischen diensten, da scheint es ja ein spektrum (beginnend bei der kopie über die koevolution bis hin zur reevolution ohne kenntnis des ursprünglichen dienstes 5 jahre später) zu geben)
(wer lust hat, könnte sich überlegen, wie sich der papierkorb 6 auf den komplex feedreader überträgt, welche kontingenten grundannahmen dort gerne hineingesteckt werden, wie das teilweise ‘innovationen’ eben gerade nicht fördert sondern eher mit einem unnötigen ballast belegt, mit welchem verhalten man das selbst lösen und einige möglichkeiten befreien könnte, usw. material gibt es aus aktuellem anlass derzeit genug.)
(kontextlose randbemerkung: ein persönliches system – wie etwa ein schreibsystem, eine lesesystem, etc. – muss nicht darauf optimiert werden, alles überall immer in echtzeit machen zu können. in der tat kann sich das sogar als äusserst kontraproduktiv erweisen und die entwicklung negativ beeinflussen. kleine einschränkungen oder angepasstes verhalten ermöglichen oft deutlich einfachere workflows und autonomere systeme, workarounds und kleine hacks decken den rest meistens ausreichend ab)
(lösche someday/maybes)
((ist das gtd koscher zumal sich das immer noch relevante ohnehin wieder meldet oder führt das zu neurosen und verknotungen und anderen symptomen eines nun auch noch beleidigten verdrängten?))

