nessie

^ Google heute mit einem Nessie Doodle. Im Blog gibt es dann auch ein paar Hinweise, wie man dem mit einer speziellen underwater view auch selbst auf/unter den Grund gehen kann.

google

^ endlich spargel.

Tool oder Plattform, das das Prinzip von IFTTT – also dem programmierbaren Verketten von Ereignissen – aufgreift, aber auf historische, auf Webdiensten schon abgebildete Ereignisse überträgt.

Die nicht notwendigerweise feinen Unterschiede von Pierre Bourdieu.

Der Gamer (m/w) ist ein relativ weit verbreiteter Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er Dinge/Plattformen/Systeme/die Welt als Spiele konzipiert, die es zu gewinnen gilt.

Dem reinen Gamer geht es also nicht primär um die Erzeugung oder Abschöpfung von Wert oder Sinn (wobei er mit seinem tun durchaus wert und/oder sinn erzeugen und/oder abschöpfen kann), es geht ihm um das Maximieren von Punkten entlang einer Skala an Scores auf einem Leaderboard.

Öfter als den reinen Gamer gibt es aber den Abschöpfer, also den Gamer, der das Spiel mit dem ausschließlichen Ziel des Abschöpfens von Wert in ein anderes System verfolgt (wobei er damit trotzdem durchaus wert und/oder sinn erzeugen kann). Das kann durchaus oft funktionieren, weil viele als ‘Spiele’ konzipierbare Verhältnisse eine ‘Gewinnfunktion’ haben, die von gewinnenwollenden Spielern relativ leicht angezapft werden kann, weil die meisten ‘Mitspieler’ gar nicht bewusst spielen; das bedeutet oft aber auch, dass das ganze Spiel zu einem Nullsummenspiel oszilliert, weil alle einfach zu gewinnenden Spiele früher oder später auch viele andere Abschöpfer anzieht, mit denen man sich dann herumstreiten muss (man denke an den ganzen komplex google- oder ebay basierten ecommerce).

(den gamer bei analysen im hinterkopf zu behalten kann durchaus nützlich sein, weil wir in den letzten jahren ja immer wieder konstellationen hatten, bei denen irgendwelche incumbents plötzlich mit gamern zu tun bekamen, die ihnen die wurst vom brot stahlen und sich nun anschicken, auch noch ihr brot anzuknabbern)

((der grundsätzliche fehler ist dann fast immer, sich selbst in einen spieler im ‘vorgegebenen’ spiel verwandeln zu wollen, statt zumindest für sich selbst ein eigenes spiel zu definieren))

(abt. supermarket studies)

Eine weitere pragmatisch oft nützliche Unterscheidung oder besser unterscheidende Grenze ist die Baseline, die das Niveau markiert, das mit der ‘besten dummen’ Heuristik oder Algorithmus erreicht werden kann.

(ich lasse das einmal so stehen, weil die implikationen der baseline je nach feld oder thema doch mitunter völlig verschieden sein können, aber es ist doch gelegentlich lustig, sich die baseline zu überlegen und die konkreten ‘ereignisse’ nicht absolut, sondern in relation zu dieser baseline zu bewerten)

((und zumindest eine vermutung: alles, was an oder in der nähe der baseline operiert, wird früher oder später gnadenlos kommodifiziert))

(abt: draw the distinction!)

(sterling zu hören ist auch deshalb postmeta-lustig, weil er einige sprachklangliche riffs kultiviert hat, die er immer wieder (mit mitunter gänzlich anderen inhalten) rekombiniert)

(als weekend projekt etwa reboot 2009 vs. sxsw 2015)

Der Privatprogrammierer (m/w) ist ein derzeit eher hypothetisch angenommener Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er rein privat motiviert und jedenfalls finanziell unabhängig und ohne Auftrag vor sich hinprogrammiert.

(abt. supermarket studies)

fff

weil friendfeed ja in 2 wochen dicht macht:

kleines tool oder script, das mit den eigenen friendfeed friends eine twitter list befüllt.

(bin übrigens vorhin noch ein bisschen darin herumgestreunt und es ist nach wie vor erstaunlich, wie gut es schon 2008 war, so features wie virtual friends sind nach wie vor unerreicht. lustigerweise sind dem tool genau die zwei dinge auf den fuss gefallen, die es ursprünglich motiviert hat: das soziale und die echtzeit. indem sie das interagieren – kommentieren, liken, etc. – mit den aggregierten beiträgen auf friendfeed selbst gezogen haben, haben sie eine situation des alles oder nichts erzeugt, die eben nur so lange funktioniert hat, solange die bekannten und verwandten selbst auch dort aktiv waren, was eine fragile struktur ist und den exodus dann gwm. gefördert hat. das potential als antisozialer reader von sozialem, das die interaktion zum jeweiligen dienst zurückspielt, wurde genau deshalb nie ‘entwickelt’. und echtzeit war ein gimmick, das retrospektiv betrachtet aus dem irritierenden arsenal von professor horn aus den merowingern stammen könnte)

Tool oder Plattform, das diese amerikanischen Sportstatistiken bzw. -Ausreisser für Startups generiert.

(xy ist erst das zweite productivity-startups aus einer deutschen stadt mit weniger als 100.000 Einwohnern, das die android-app noch vor der ios-app lanciert hat und bei ello mehr als 1000 verfolger hat)

auch nicht weitergekommen sind wir 2014 jedenfalls mit dem bereitstellen/einfordern von den ursprünglichen und einfachen defaults von webdiensten.

(was absurd ist, weil viel bei vielen plattformen verzeihbar wäre, wenn man es einfach abstellen könnte)

ofen hits mit hack

^ devoha: Ofen-Hits mit Hack

(oops, hab ich damals zum anlass begonnen und wollte ich noch überarbeiten und hab ich dann aber vergessen und jetzt ist es ein bisschen zu spät aber bevor ich es lösche usw.)

auch nicht weitergekommen sind wir 2014 jedenfalls mit dem entschärfen vom komplex urheberrecht/copyright, vor allem in der nicht geschäftsmäßigen benutzung, das wohl eine der unnötigsten fussfesseln vor allem für die entwicklung im deutschen internet ist.

(die gute nachricht ist, dass es damit tatsächlich eine tief hängende frucht gibt, mit der sich der webtechnologische entwicklungsgrad mit hoher wahrscheinlichkeit in absehbarer zeit deutlich verbessern könnte; die schlechte nachricht ist, dass alle anderen interventionen ohne diese frucht ziemlich sicher wirkungslos verpuffen werden)

warum ist eine anale auslegung vom urheberrecht so schädlich?

erinnern wir uns an den jüngsten fall, bei dem ein moderator abgemahnt wurde, weil er auf twitter ein foto gepostet hat. mich interessiert hier weniger das abwägen der verschiedenen positionen, ich möchte nur kurz zu ökosystemischen konsequenzen von einem ‘sich durchsetzenden’ urheberrecht erwähnen:

fotos können von mir aus gerne beschützt werden. wenn ein fotograf partout nicht will, dass sein foto in keinem von ihm nicht abgesegneten kontext erscheint, warum sollte er seinen wunsch nicht erfüllt bekommen?

das problem dabei ist halt, dass man dem foto nicht ansieht, ob sich dahinter ein fotograf mit einer ebensolchen disposition verbirgt (der dann unter umständen auch eine firma angeheuert hat, die das web und soziale netzwerke proaktiv und systematisch nach ‘verletzungen’ durchsucht, um die rechte mit kostennote durchzusetzen usw.), oder ob dahinter ein normaler mensch steckt, der sich über jede weiterverbreitung sogar freuen würde oder den es zumindest nicht stört.

und ich habe keine zahlen, aber ich vermute dass vl. jedes 1.000. geschossene foto urheberrechtlich wirklich beschützt werden will, es allen 999 anderen aber völlig egal wäre, wenn sie mal in einem twitterstrom oder illustrativ in einem blogpost auftauchen würden. (ich beziehe meine schätzung auf den differenzlosen urheberrechtlichen schutz; es gibt natürlich andere valide gründe, fotos nicht öffentlich verteilt zu sehen, das ist aber ein völlig anderes thema)

das problem ist also, dass der schutz nicht nur die tatsächlich schutzsuchenden und/oder schutzfordernden fotos betrifft, sondern auch alle anderen, und dass also das sharen von fotos ganz grundsätzlich mit einem über dem kopf schwingenden da­mo­k­les­schwert verbunden ist. (ja, fotos können auch etwa cc-lizensiert sein und also selbst quasi die zustimmung geben, aber selbst da besteht immer die möglichkeit, dass die jeweilige quelle selbst nicht die rechte daran hat usw.)1

und da könnte man jetzt anmerken, na und, dann kann man halt nicht sharen, wenn man das foto nicht selbst gemacht hat oder man keine wasserdichte rechtekette nachweisen kann, das ist dann halt so, aber genau das bringt uns dann zur anderen seite der medaille, nämlich der kultur und der gesellschaftlichen ausdruckskraft. neben dem eigentlichen erzeugen von fotos (und allen anderen kulturprodukten) – dessen anregen und absichern ja gwm. der gesellschaftliche sinn der diversen urheberrechte ist – sind wir als gesellschaft mit dem web an einem punkt angekommen, an dem auch das zirkulieren, rekombinieren, reflektieren, reutilisieren, reanimieren, etc. ebendieser kulturellen entitäten selbst ganz nativ zur kultur und gesellschaftlichen ausdruckskraft dazugehört und diese gwm. ‘bildet’. mit dem web und den damit erzeugten ausdrucksformen wird gwm. jede kultur zur popkultur oder zumindest zur basis für popkulturelle referenzen. und kultur, die sich dem verweigert, findet im gesellschaftlichen bewusstsein quasi einfach nicht mehr statt und verliert durch die verweigerung eher früher als später gwm. auch die gesellschaftliche legitimität.2

wenn uns etwas gefällt, hatten wir immer schon den unwiderstehlichen drang, das anderen zu erzählen und sie damit anzustecken. auf den verschiedenen plattformen können wir das jetzt halt viel einfacher, effektiver, besser und mit zunehmend vielen medien tun und/oder auch als basis für eigene aktivitäten benutzen. und nicht nur das, das einfache sharen (mit dem immer anschliessenden deuten oder diskutieren) ist gwm. der einstieg in die ‘kulturproduktion’ und das beste format, leute mit (der) technologie vertraut zu machen und zu verbinden. wir eignen uns ja technologie nicht um ihrer selbst willen an (und wir lernen nicht mal einfach so und zu seiner selbst willen programmieren), wir eignen sie uns an, weil wir damit was machen können was wir machen wollen (bzw. eben dann was programmieren können was wir haben wollen).

nun ist das spezifisch deutsche problem, dass es um die ich sag einmal spielerische ausdruckskraft im weltweiten vergleich ohnehin nicht besonders gut bestellt ist. es gibt eine hoch ausgeprägte diskursive diskussionskraft (und das mit dem fehlenden humor ist ein völliger blödsinn, es gibt neben dem fasching auch einen weit verbreiteten extrem subtilen und trockenen humor), aber der ansatz ist selten neugierig und/oder expressiv (wer twitter ende 2006 oder anfang 2007 entdeckt hat, wird sich vl. noch daran erinnern können, in welche völlige sinnkrise das die damalige deutsche webgemeinde und ein paar jahre später dann die deutschen medien gestürzt hat, siehe etwa metahyping und 140 prozent). was wiederum bedeutet, dass es weniger vorhandene grundkraft gibt, die eine ausdrucksform sucht und ans licht will. und wenn man nun bei jeder aktivität sofort gefahr läuft abgemahnt zu werden, dann dämpft das die pflänzchen schon im keim ab.3

1 ein anderes beispiel der jüngeren zeit (no pun intended) war ein ‘geistreicher’ tweet, den die zeit auf ihrer facebookseite zwar brav attribuiert aber als gif und nicht zum konkreten tweet verlinkt eingebettet hat, um dann nach großer empörung reumütig eine rechnung zu bezahlen. auch das bedeutet natürlich asymptotisch, das es grundsätzlich gefährlich ist, tweets ausserhalb von twitter zu wiederholen, weil man nicht wissen kann wie der jeweilige twitterer gestrickt ist.

2 (nicht die institutionelle; institutionen sind gwm. spezialisten darin, die wertschöpfung aufzusaugen und in sich selbst zu kapseln, sich damit aufzublähen und zu verbrauchen)

3
youtube gesperrt

bonus: welche absurden blüten dieses spezifisch deutsche beharren hat, sieht man etwa auch an dieser ^ grafik, die illustriert, wie viele der weltweit beliebtesten youtube-videos in deutschland gesperrt sind. und das ist zwar – genau wie das leistungsschutzrecht oder das verpixelungsrecht für hausfassaden, die es sonst auf der ganzen welt nicht gibt – ein grundsätzlich anderes thema, aber die zugrundeliegende disposition ist die gleiche.

(kontextlose randbemerkung: die macher von why own it ziehen hier exakt die falschen schlüsse für ihre verkümmerung. der grund liegt ganz einfach darin, dass schon die idee selbst nicht gut ist, sie genauer gesagt eine schlechte gute idee ist, also auf den ersten ton besser klingt als sie ist. (das ist das tückische bei den schlechten guten ideen; wer sie selbst hatte und vl. darüber zwei stunden nachgedacht hat, der hat gegenüber dem spontan gefragten fast immer einen argumentativen vorsprung.) das schlechte an der idee war, dass sie vergessen haben die ökonomie der ströme zu berücksichtigen. nur zb: als benutzer hab ich zwar ein grundsätzliches eigeninteresse daran, mir dinge leihen zu können, die ich brauche und nicht habe, ich habe aber gerade kein interesse daran dinge selbst zu verleihen, da hab ich nur aufwand und am ende wird es kaputt, oder abgenützt, oder ich hab es nicht wenn ich es gerade brauche oder ich muss mich auch sonstigen gründen mit irgendwem herumstreiten. was übrigens auch ihre grundannahme ‘zunächst mal freunde’ problematisiert, das sprichwort ‘mit bekannten und verwandten soll man keine geschäfte machen’ hat schon seinen sinn, falls es probleme gibt wird dann nämlich gleich alles komplizierter usw. eine solche plattform kann also nur dann funktionieren, wenn ausgleichende anreize für anbieter generiert werden (das von wilson inspirierte ‘rental’ ist gwm. der ‘dümmste’ anreiz für einen solchen ausgleich, ist aber sicher nicht der einzige). das entscheidende problem bei diesem thema dürfte, rein gefühlsmäßig, das finden der richtigen schachtelgrösse der zirkulierbaren objekte sein)

zeit

^ und von mir aus gerne auch noch die infografiken der zeit

sobooks

kl. nachtrag zu Social Books und Social Books Reloaded : nachdem sie ihr sobooks vor einem jahr und 4 monaten vorgestellt und vor 4 monaten lanciert haben, blickt sascha lobo ein bisschen zurück und versucht, das grössere bild zu skizzieren: Der eilige Gral der E-Book-Welt. und ich will eigentlich nicht schon wieder jammern, aber ich bin mir nicht sicher, ob sich mein gefühl dadurch verbessert hat, weil sie mir schon das grundproblem falsch zu framen scheinen – i.e. sie rennen sie gegen den völlig falschen ‘feind’ an.

Das Problem ist: Wie werden E-Books sichtbar, wie entdeckt die Leserschaft E-Books?

^ die formulierung des von ihnen diagnostizierten hauptproblems ist zwar formal richtig, aber nur mit zwei einschränkungen:

sichtbarkeit muss als synonym von ‘bewusstheit’ gelesen werden – es ist ja nur ‘das wissen’ darüber, dass es das buch mit dem jeweiligen titel vom jeweiligen autor gibt und dass man das ggf. lesen will, um das es dabei wirklich geht. sascha nimmt sichtbarkeit aber ‘als das buch in der buchhandlung sehen’ wörtlich und denkt es in dieser form weiter. als solches ist das zwar ein tatsächlich sehr effektiver spezialfall, weil es nicht nur ein (digital ohnehin nicht emulierbares) spontanes begehren bei gleichzeitiger möglichkeit zur sofortigen befriedigung im kauf erzeugt, aber selbst in der materiellen form reaktualisiert diese sichtbarkeit meistens nur eine davor schon gegebene bewusstheit. wer in buchhandlungen stöbert ‘sieht’ nämlich primär nur bücher, die er davor ohnehin schon ‘kennt’, sei es als aktual (als titel, von dem ich schon weiß, dass ich ihn lesen will) oder als potential (also als fortführung einer serie, die sich aus der jeweiligen bisherigen lesegeschichte ganz automagisch ergibt). und gerade von diesem potential in serien gibt es alles andere als einen mangel, es gibt immer ein ‘nächstes’ buch zu lesen (alles von einem autor oder philosophen, alles von einem verlag oder einer reihe eines verlages, alles zu einem genre oder thema, alle literaturnobelpreisträger, alle autoren eines landes und/oder einer epoche, alle bestseller der nyt, aller bücher einer liste mit den 100 büchern die man gelesen haben muss, etctrara).

was uns zur zweiten einschränkung führt: das ‘problem’ der sichtbarkeit ist also ausschliesslich ein problem für die autoren resp. die bücher, aber in keinster weise für die leser. wer gerne liest, wird immer ein nächstes buch finden (ah, ein neuer auster; hey, das von bernhard kenn ich ja noch gar nicht; hmm, vl. sollte ich doch auch mal was von camus lesen; reflexartig alles von deleuze; … uff, ein 1000 seiter von zizek). ob ebook oder papier ist dabei völlig egal, und neben den serien stolpert man alternativ und zur abwechslung/irritation online und offline über buchempfehlungen, wohin man auch geht oder blickt. für die leser gibt es dieses problem schlichtweg nicht. (was nicht heisst, dass die leser nicht selbst am allermeisten davon profitieren würden, wenn sie den prozess des entdeckens der für sie idealen bücher verbessern oder optimieren würden; aber sie haben überhaupt keinen leidensdruck, weil sie nicht wissen was sie nicht wissen und unter umständen verpassen; die bringschuld liegt also ausschliesslich bei den autoren/büchern, wenn man so will).

sie denken diese beiden einschränkungen aber nicht mit und wollen mit sobooks deshalb also schon auf grundsätzlicher ebene ein problem lösen, das sich in der form gar nicht stellt. (lustigerweise denken sie das dann ‘ungenau’ durch und landen gerade deshalb gelegentlich aus den falschen gründen bei ‘richtigen’ beobachtungen, etwa der einsicht, dass man den blickwinkel nicht vom leser sondern eben vom buch aus stellen muss). und das ist natürlich nicht gut, weil sie deshalb etwa ‘das soziale’ der bücher auf einer eher unfruchtbaren ebene abstrahieren; die von ihnen anvisierte, am modell facebook orientierte vernetzung und damit einhergehende sichtbarmachung scheint mir etwa viel zu wenig die sperrigkeit und spezifität des formats buch zu berücksichtigen. (lesen ist ja, entgegen ihrer prämisse, gerade nicht sozial sondern die antisoziale aktivität schlechthin; was nicht heisst, dass bücher nicht gesellschaftlich sind oder dass bücher (oder damit verbundene elemente oder tätigkeiten) nicht als soziale objekte fungieren können; nur als beispiel: empfehlungen von goodreads oder expressive impressionen von booktubern). aber da die richtige ‘ebene’ zu finden ist halt natürlich auch nicht so einfach.

(was übrigens nicht heisst, dass sobooks keine nische finden oder gegenüber anderen plattformen keine relativen vorteile etablieren wird; ich mag es grundsätzlich, auch wenn es nichts für mich ist, weil ich einerseits eher kommentarscheu bin und ich mir andererseits bücher in papierform kaufe, wenn ich sie lesen will)

unendlicher spass, implex, etc.

^ auch nicht wirklich weitergekommen bin ich 2014 jedenfalls mit dem durchprozessieren einiger schwarten (gwm. den schlechten gewissen der gesellschaft), aber vor allem unendlicher spass und der implex nehme ich mir auch wieder für 2015 fest vor usw.

siehe auch leftovers 2012 schwarte edition und leftovers 2013 more schwarte edition

(es ist eine dieser undokumentierten tragödien, dass sich dieses monströse mullenweg’sche wordpress gegenüber dem eleganten allen’schen textpattern verdrängungstechnisch durchgesetzt hat)

((siehe auch papierkorb pt. 24 und Introducing Wordpattern))

kleines Update zum Kleiderschrank – wo ich vor 6 Jahren eine Liste der Blogs kompiliert habe, die bei einem Aufruf zu Show me your Kleiderschrank! mitgemacht haben.

Während die ursprüngliche Liste auch retrospektiv immer noch interessant ist, weil sie gwm. einen Schnappschuss des damaligen Milieus zur Anschlusskommunikation / zum blogbasierten Communitybuilding war, ist vl. auch ein ‘was wurde aus’ nicht uninteressant.

13 aus 33 Blogger (~40%) sind also 6 Jahre später noch immer aktiv, was ich doch für wirklich erstaunlich halte, zumal der Themenkomplex fashion/beauty/lifestyle wohl der ist, der in den letzten Jahren von allen am meisten durcheinandergewirbelt wurde, man denke nur an Pinterest, Instagram und Tumblr.

bitly

das Jahr in bitly: How Bitly and Facebook Cleaned Up Web Traffic

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