live.hackr

die romantische komödie


Platforms, Not Protocols

kleiner nachtrag zu mike masnicks protocols, not platorms / 1167002760996413441 :

mike macht hier sehr schön einige grundfehler:

(a) sein zentraler vorschlag – wenn es nur protokolle statt plattformen gäbe, dann könnten resp. würden sich hunderte mechanismen ausbilden, die alles besser schneller optimierter etc. machen und nebenher die grossen probleme wie die herausforderungen von gleichzeitig free speech als auch kontrolle der idioten in einem schwung lösen usw. – braucht diese protokolle nicht, um sich schon mal zu beweisen. schon jetzt könnte das zumindest im fall twitter ganz einfach on top vom bestehenden twitter gemacht werden vom client. und es gab hunderte versuche, aber sie brachten ganz einfach nicht viel, wenn es ein bisschen kompliziert wird steht der aufwand nicht für den nutzen.

(b) er glaubt, dass es einen strom gibt, den man optimieren kann. dabei sind wir einfach und es reicht schon ein bisschen. und ein bisschen cat content. bei youtube sehen wir, welche sogwirkung ‘cluster’ erzeugen. ein menschlicher aggregator und ein memetracker bringen uns schon zu 95% vom nutzen. die restlichen 5% wären nicht nur teuer zu erreichen, sondern würden dann imme hinter der hand verschwinden.

© er priorisiert technologie / offenheit vor kultur. aber kultur ist das einzige, das den sinn ermöglicht und zusammenhält.

(d) er versteht die orthogonalität der technologie für den ausdruck nicht. mit welchem editor ein text geschrieben wurde ist dem text egal. auf was für einer art plattform ein kurzer satz gepostet wurde ist dem leser egal, solange er ankommt und einen kontext bekommt.

(e) sein grösster fehler: das glauben an den richtigen, besten content. aber das ist eine andere geschichte.

meta 29.08.2019 #