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woanders ist es auch schön


30.04.2019
1123064939671904256 1123064939671904256 - (der grundfehler bei den meisten minimalismen ist diese grundannahme/-motivation, dass man dadurch den eigenen kern freischaufeln kann, dass man sich dann dem wesentlichen widmen kann, usw. aber es gibt keinen kern. das ganze zeug brauchen wir, um das nicht bemerken zu müssen)
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@posth Geschichte der Philosophie bis Nietzsche.

@ChristophKappes nicht nur die: Psyche als adaptives System hat “Kern” nur als Stabilisierungswahrnehmung bei Operationen in Umwelt. Man muss also ähemm Handeln, Gehen, Widerstand entwickeln oder sich mit Leere begnügen. (kleine präfrühstücksphilosophie, ins bad taumelnd gesprochen)

@mspro ich widerspreche eher der ausgangsthese. es geht beim minimalismus nicht um irgendeinen „kern“, sondern um schlichte komplexitätsreduktion und der damit einhergehenden senkung des „mental loads“.

@hackr diesen pragmatischen ansatz fände auch ich schlüssiger; aber kennst du einen blogger, podcaster, youtuber oder buchschreiber zum thema, der nicht mit irgendeinem essentialismus kommt?

@posth ‘Komplexitätsraduktion’ geht auch durch mehr Konsum und neue Dinge, die mich ordnen. – Minimalismus ist eben die Konsequenz aus der Antwort der an die Dinge adressierten Frage: Did my life spark joy?

@hackr stimmt, bei marie kondo ist der minimalismus primär der effekt dieser praxis, aber auch bei ihr gibt’s einen ‘essentialistischen kern’, nämlich die annahme, dass die joy etwas ist, das den dingen inhärent ist (bzw. zumindest einen stabilen bezug zur person hat)

@mspro lese diese ganzen gurus nicht. wir pragmatiker unter minimalisten machen keinen großen fuzz draus. ;) (hab da nur mal 2011 was zu geschrieben )