apple 2012-17
(aggregate revenue w/o iphones ipod, mac, services, other 2011-2016)

(schon ein bisschen älter, hab es damals vergessen zu posten, aber bevor ich es wegwerfe usw.)

hab interessehalber die zahlen von apple auch mal über die kalenderjahre aggregiert, und neben der flachheit sind mir bei einem kurzen überfliegen aufgefallen:

apple hat 2016 trotz ihres jüngsten rekordquartals 16 mio. weniger iphones verkauft als 2015. und sie haben 2016 16,9 mrd. weniger umsatz gemacht als 2015. das muss man auch erst mal schaffen.


average unit price
(average unit price iphone, ipad, mac 2011-2016)

der durchschnittliche unit price der iphones liegt seit 2010 konstant im bereich 640 +/- 30 (633, 655, 632, 607, 626, 672, 2016 bei soliden 647); der durchschnittliche unit price der ipads sinkt seit 2011 allerdings kontinuierlich (615, 602, 567, 543, 505, 2016 gerade noch 481), der der macs sinkt sogar schon seit 2007 jahr für jahr (1475, 1439, 1394, 1351, 1325, 1306, 1295, 1291, 1279, 2016 gerade noch 1278)

(der fallende unit price der ipads deutet übrigens darauf hin, dass sie sich bei den ipad pros preistechnisch kolossal verzockt haben; und wenn das kleine ipad pro mit 128gb in kombination mit dem doch nützlichen stift 900 euro und das grosse ipad pro mit 128gb, stift und diesem lächerlichen keyboard (die konfiguration für ihr ‘der beste computer ist vielleicht keiner’) 1300 kostet, dann muss man sich vl. nicht wundern)


services, watch
(devices, services pro device, watches sold high, penetration 2013-2016)

und auch der komplex services nimmt seit ich es beobachten kann ab, wenn man ihn auf die im umlauf befindlichen geräte bezieht, hat sich aber 2014 etwa bei 20/gerät eingependelt.

(meine heuristik war die anzahl an in den davorigen 5 jahren verkauften ios und macos geräten dividiert durch die revenues der services im jeweiligen jahr. das ist sicher nicht ganz genau, ist aber als annäherung gar nicht so schlecht, weil iphones länger als androids im markt bleiben und auch weiterverkauft werden können, weil macs doch ein paar jahre halten, weil ipods vl. noch länger halten und weil es sicher auch noch ein paar watches gibt, die überproportionale service-revenues erzeugen; das sei aber nur für den hinterkopf genannt, signifikanter wäre sicher die verteilung der services pro user mit mindestens einem apple device)

und die apple watch kann mit 9,1 (2015) resp. 8,4 mio (2016) verkauften stück (bei einer freundlichen heuristik) gleichzeitig als top und flop beschrieben werden; es stimmt interessanterweise, dass in den ersten zwei jahren mehr watches als an­no da­zumal (2007 und 2008) iphones verkauft wurden, andererseits hatte das iphone dann vier jahre lang wachstumsraten im dreistelligen bereich, während die watch trotz best quartal ever schon im zweiten jahr um 5-10% gefallen ist. und wenn man es freundlich rechnet haben derzeit maximal 2% aller möglichen iphone-user (man braucht ja mindestens ein iphone 5) auch eine watch.

die zahlen sind natürlich trotzdem erstaunlich, gegen alle trends und selbst ihren kleinsten geschäftsbereich others (also dongles, watches, ipods, beats und co, 2016: 10mrd) würden alle anderen mit handkuss nehmen. aber der einzige treibende motor ist das iphone, alle anderen bereiche tuckeln bestenfalls auf gleichbleibendem niveau dahin, auch wenn leute wie asymco immer wieder zahlen cherry picken, um der strategie von apple dann einen genialen spin zu geben.

(nur als randbemerkung: bei asymco ist, das kann man dann erst bei genauerem hinschauen bemerken, wirklich unterhaltsam zu beobachten, wie er formal anders als einige politiker tatsächlich vereidbar bleibt, mit seinen selektionen dann aber trotzdem dinge suggeriert, die kontextuell betrachtet falsch oder irreführend sind; nur als beispiel: im q1fy17 hatte apple mit 695 tatsächlich den höchsten durchschnittlichen unit price für iphones in einem quartal aller zeiten, nur hat er das als ein bis dato unbekanntes und alleine bei apple gesehenes wunder interpretiert, das entgegen jeder marktüblichen kommodifizierung und damit verbundenen verbilligung von hardware immer noch teurer werden kann; das stimmt, nur war der durchschnittliche unit price für iphones über das jahr betrachtet 2015 um $25 höher als 2016 und ist im grunde seit 6, 7 jahren gleich. oder wie apple seit der einführung der touch bar den durchschnittspreis für macs um fast 200 erhöhen konnte, nur erwähnt er hier nicht, dass im weihnachtsquartal immer mehr ausgegeben wird (jo mei, dann gönn ich mir halt die zusätzlichen 8gb ram für 240), dass über das jahr betrachtet der durchschnittspreis für macs auch im zeitalter der touch bar gesunken ist; und auch die services sind weniger der strategische geniestreich, zu denen er sie immer stilisiert, sondern zumindest derzeit gerade mal eine lineare funktion der im umlauf befindlichen gerätschaften)