als kleine einstimmung auf die diesjährige ausgabe der leftovers (und damit ich mich vl. weniger wahrscheinlich wiederhole) eine kurze wiederbesichtigung der leftovers 2011 und leftovers 2012 und leftovers 2013 und leftovers 2014 und leftovers 2015 (wo praktikabel):

  • Leftovers 2011 Stream Edition – nach wie vor einer meiner wenigen vl. nützlichen texte, der leider zu kurz ausgeführt ist, um das in einem anderen kopf ankommen zu lassen, der aber den kern zum verständnis von fast allem (things web) beinhaltet.
  • Leftovers 2011 Insight Edition – schwer dabei weiterzukommen und als prinzip irgendwie natürlich nicht falsch, allerdings eher als orientierung usw.
  • Leftovers 2011 Signifiers Edition – das kreative benennen hat in den folgenden jahren etwas abgenommen, wirklich paradigmatische 2.0 namen sieht man auch heuer etwas seltener, wobei es sich auf einem bestimmten niveau eingependelt zu haben scheint, vielleicht zieht es sogar wieder etwas an, weil auch bei den apps die namespaces ausgehen.
  • Leftovers 2011 Schöner Launchen Edition – gibts nach wie vor, hat aber massiv nachgelassen, zumal sich wohl die blindanmelder immer schwerer mobilisieren lassen, nachdem sie sich schon bei 9000 seiten angemeldet haben.
  • Leftovers 2011 Filter Edition – nach wie vor ungelöst und auch 2016 kein jota weitergekommen. ich versteh nicht, warum das noch keiner systematisch angegangen ist, aber ich hab die hoffnung darauf mittlerweile aufgegeben, obwohl filter wirklich eines der duh-kriterien wären. wobei: ein riesiges problem wäre im allgemeinen das filter-management und die wartung, und ohne diese werden sie dann schnell unnötig.
  • Leftovers 2011 Clueless Edition – nach wie vor ungelöst und auch 2016 kein jota weitergekommen, wobei das besonders schade ist, weil hier durchaus lösungsansätze denkbar wären und das vl. die am tiefsten hängende komplexe frucht ist.
  • Leftovers 2011 Composition Edition – hat sich zunächst verbessert, mitunter dank scrivener (siehe bartleby) in dem jetzt einiges steckt, wofür ich davor einiges an retrospektiv völlig blödsinnigen aufwand betrieben habe, hat sich dann wieder etwas verkompliziert und dann wieder etwas verbessert, es scheint also ein gew. oszillieren zu geben. ein prinzip jedoch bleibt: alles, was einen hauch aufwand verursacht, darf nicht nur nett, sondern muss wirklich nützlich sein.
  • Leftovers 2011 Scope Edition – nach wie vor ungelöst und auch 2015 kein jota weitergekommen, wobei da natürlich auch hier wieder kein weiterkommen zu erwarten war, wobei vl. ganz insgesamt weniger überschätzt wird, weil insgesamt niemand mehr vom anderen irgendwas erwartet.
  • Leftovers 2011 Polychronicity Edition – auch das gilt noch, hat sich aber anders entwickelt, als ich vermutet hätte; statt immer grösseren strukturellen reibungen, die durch die kognitiven dissonanzen getriggert werden, scheint sich das gesamtsystem eher auf eine gemeinsame unzeitlichkeit zuzubewegen.
  • Leftovers 2011 Difference Edition – eine auslaufrille, ich weiß, wobei natürlich auch hier wieder kein weiterkommen zu erwarten war, es aber ein grundsätzlich lösbares problem ist und ziemlich sicher eines der einfachsten, mit dem man die welt echt verbessern könnte.
  • Leftovers 2011 Dead Man Edition – gar nicht schlecht, nur hat sich mit dem mobilen web die trope totes web sogar etabliert, nur natürlich aus den völlig falschen gründen und mit den völlig falschen schlüssen.
  • Leftovers 2011 Axis of Good Edition – das hat sich 2016 wieder verstärkt, nachdem es sich eine zeitlang etwas verbessert hat; wobei sich in einigen feldern gwm. auch das nein-sagen als beliebte strategie für schulterklopfer etabliert hat.
  • Leftovers 2012 Indifference Edition – da bin ich persönlich 2016 wieder etwas weitergekommen, vl. sogar etwas zu gut, aber weniger als indifferenz sondern eher als ähnliches symptom einer schlappheit.
  • Leftovers 2012 Hillbilly Edition – stimmt 2016 auf der ebene der offensichtlichen aussagen sicher nicht mehr, der angedeutete grundmechanismus ist aber immer noch da und scheint sich auch wieder zu verstärken
  • Leftovers 2012 Mist Edition – damit struggle ich auch noch immer, wobei es sich mit grundsätzlich sinkendem output natürlich von selbst etwas lindert.
  • Leftovers 2012 Boxes Edition – nach wie vor ungelöst und auch 2016 kein jota weitergekommen. wirklich schade, weil das wie die cluelessness ein grundsätzlich lösbares problem ist, das grosse teile von low hanging fruits sammeln und in köstliche marmelade verwandeln könnte.
  • Leftovers 2013 Deduction Edition – nach wie vor ungelöst und auch 2016 kein jota weitergekommen, wobei da natürlich auch hier wieder kein weiterkommen zu erwarten war, unsere hirne sind einfach nicht so gestrickt.
  • Leftovers 2013 Logic of Sense Edition – nach wie vor ungelöst und auch 2016 kein jota weitergekommen, was nicht erwartbar war aber natürlich schade ist, weil das das einzige wirklich sinnvolle kriterium ist (wobei ich vermute, dass man ihn halt einfach nicht direkt erzeugen und einfordern kann, sondern dass er sich eben immer retrospektiv konkret ergeben muss).
  • Leftovers 2013 Logic of Sensation Edition – auch 2016 kein jota weitergekommen, wobei sich genau das aber mittlerweile interessanterweise viele allerdings als leere phrase auf die eigene fahne schreiben.
  • Leftovers 2013 Latency Edition – nach wie vor ungelöst und auch 2016 kein jota weitergekommen. wirklich schade, weil auch das ein grundsätzlich lösbares problem ist, das immer dringlicher gelöst werden müsste, weil sich abzeichnet, dass auf absehbare zeit mit keiner hilfe oder verbesserung zu rechnen ist. der ganze diskurs läuft leider fast in die gegenteilige richtung, entwicklungsland deutschland ist ja die von allen parteien akzeptierte begründung für alles.
  • Leftovers 2014 Basic Thinking Edition – haben wir 2016 noch immer nicht, was schade ist, weil auch das eine der low hanging fruits wäre, aus dem web als gesellschaft mehr zu machen. dabei wäre das wichtig, weil sonst eher früher als später irgendwelche idioten das curriculum füllen.
  • Leftovers 2014 Jackass Edition – trifft 2016 vl. etwas weniger zu – aber wie immer kommt es anders, als man es gedacht hat, weil die diskurse selbst die jackasses wurden.
  • Leftovers 2014 Cruft Edition – da seid ihr auch 2016 nicht weitergekommen, wobei sich der cruft von analytics zu social etwas verschoben hat.
  • Leftovers 2015 Moron Edition – auch da sind wir 2016 nicht weitergekommen, es dürfte sogar als das jahr in die geschichte eingehen, in dem diesbezüglich alle türen und tore geöffnet wurden.
  • Leftovers 2015 Maus Edition – auch da sind wir 2016 nicht weitergekommen, wobei das problem ähnlich wie bei der basic thinking edition ist: die frucht hängt tief, allerdings ist die wahrscheinlichkeit der befüllung durch opportunisten hoch.