nachtrag zu lazy blog ep. 67: marcel weiss hat den eintrag auf neunetz geschrieben und beschreibt sehr schön die damit verbundenen organisatorischen und finanzwirtschaftlichen verwicklungen, verzwickungen und komplexitäten, die die idee einer übernahme von einer genossenschaft als nicht nur blauäugig, sondern eher als debiles megalomanisches wunschdenken erscheinen lassen, und ist damit auch der erste lazy blogger

es gibt jetzt jedenfalls auch die erste offizielle petition: wearetwitter. und ich vermute ich bin jetzt ein bisschen zu sensibel, aber sie liest sich auf eine passiv-aggressive weise herablassend und vom hohen ross, die mir sehr unangenehm ist.

(weil sich marcel fragt, warum sich so viele intelligente menschen mit so einer zeitverschwendung beschäftigen: nach dem manifest bin ich mir ziemlich sicher, dass da keiner davon auch nur im funken an die umsetzbarkeit oder auch nur sinnhaftigkeit glaubt; es ist eher eine gar nicht uninteressante variation von bruce sterling’s gothic high-tech – siehe buy a chair, das dort verlinkte video vom vortrag ist leider verschwunden, selbst zu hosten hat gegenüber youtube halt doch auch seine nachteile usw., das mp3 bei scripting geht aber noch. das von sterling herausgearbeitete kernmerkmal der positionierung im narrativ ist noch intakt, nur handelt es sich beim ‘agenten’ nicht mehr um eine person, die sich davor technologisch, politisch oder bürokratisch positionieren musste und gleichzeitig dadurch auch verfällt, sondern um leute, die sich selbst eine art moralische autorität verliehen haben und durch die positionierung zumindest eine art absolution erfahren wollen)