traditionell ein paar worte zur google i/o, die uns die letzten drei tage über den geisteszustand von google informierte: die spätestens seit 2012 beobachtbare ‘neue bescheidenheit’ von google (siehe I/O 2012 Neue Bescheidenheit Edition oder I/O 2015 Anhaltende Bescheidenheit Edition) hat sich auch in diesem jahr nicht nur fortgesetzt, man kann wohl fast schon sagen nun auch festgesetzt. die großen blöden würfe blieben auch heuer wieder aus, weder facebook (mit social) noch apple (für alle screens, die grösser als 5 cm sind) noch microsoft (mit ihrer vr) werden von google noch als erreichbare ziele angesehen, auch das rennen um die kolonialisierung der 2. hälfte der menschheit wurde anscheinend zumindest verschoben, ist vl. doch weder so leicht noch die leute dann so dankbar, wie man gehofft hat usw., die einzige verbliebene hoffnung scheint das thema chat in allen facetten zu sein, bevor ihnen whatsapp und snapchat und echo völlig davongelaufen sind.

(wofür ich völlig das gefühl verloren habe ist das verhältnis von google zur infantilität; bis dato bin ich immer davon ausgegangen, dass google einfach die user infantilisieren will. nach dieser keynote bin ich mir aber nicht mehr so sicher, meine erste vermutung wäre nun eher, dass google selbst infantil ist und die produkte nur der ausdruck dieser infantilität. selbst die namen für die features (‘knock knock’, ‘whisper shout’, usw.) sind mehr onomatopoetisch als sonst was)

((was sie unabhängig davon in keinem fall haben, ist auch nur der funke eines verständnisses von sozialität. sie verstehen nicht, dass im leben das gemeinsame aushandeln von aktivitäten genau so wichtig ist, wie die aktivität selbst, dass snapchats der emphatische ausdruck von beziehungen sind und kein problem für ML, das für einen die wahrscheinlichste reaktion berechnet, usw.))