hadoop

kleiner Nachtrag zu A new course experience, wo Udacity neue Kurse und ein neues Modell angekündigt hat und gwm. Fortführung von Craig Pelton und Jeff Winger – nur zur Erinnerung: Udacity hat sich nach einem furiosen Start ja Mitte 2012 in ein kleines konzeptionelles Loch gesetzt, vor allem wohl weil Thrun mit Coursera mithalten wollte und alles aufs Pimpen von Kennzahlen gesetzt hat.

Wenn ich die Beteiligung in den Foren richtig deute hat sich in den 18 Monaten seither die Grundstimmung nie mehr wirklich gefangen, der Krautsalat an Kursen und die Unentschlossenheit gegenüber der Zielgruppe (die eine kraft zieht zu schülern und das zertifikat muss auch für adhs’ler machbar sein, sonst wird ja die dropout rate zu hoch, die andere zu ‘professionals’ die man potentiell auch zum bezahlen motivieren kann und die das zertifikat u.u. im cv präsentieren wollen, und da wird dann auch ungünstig, wenn sich herumspricht, wie wenig man machen muss, usw.) halfen da sicher nicht weiter.

Ihr neuer Ansatz klang zunächst nicht ganz unplausibel: wir machen thematische Tracks (2014 einmal beginnend mit data science) und wir offerieren neben dem kostenlosen tier auch einen kostenpflichtigen, der dann persönliches Coaching und ein ‘verifiziertes’ Zertifikat beinhaltet.

Aber ich hab jetzt die letzten zwei Tage Introduction to Hadoop and MapReduce – den ersten Kurs in dieser Serie – gemacht und es zeichnet sich leider das nächste Loch ab. Der Kurs selbst ist zwar nicht schlecht, wenn man wie ich mit Hadoop noch nie was zu tun hatte, man bekommt einen Eindruck um was es geht, wofür man es braucht, ein bisschen Gefühl wie man dafür programmiert und man macht zwei kleine Projekte in einer VM mit eingerichteter Entwicklungsumgebung (für VirtualBox oder VMware), aber jetzt kommt’s: man kann als Zaungast den Kurs nicht offiziell beenden, weil das Projekt nur in der kostenpflichtigen ‘full course experience’ bewertet wird. Alleine dass sich ein Mooc Anbieter nicht selbst denken kann, dass das vl. keine so gute Idee ist – psychologisch fühlt man sich natürlich nicht nur übergangen sondern tatsächlich um sein Zeit und den Aufwand beraubt, man lernt ja nicht fürs Leben sondern fürs Zertifikat – ist kein gutes Zeichen, auch die Umsetzung selbst war (wenn ich wiederum das forum richtig deute) anscheinend schwach und mit 150$/m viel zu teuer für das (zusätzlich) Gebotene.