kl. nachtrag zu Leftovers 2013 Logic of Sense Edition : auch nicht wirklich weitergekommen sind jedenfalls startups 2013 mit dem ‘erzeugen’ von sinn und kommunzieren dieses sinns als parameter/kennzahl/produkt/effekt/… ihrer webdienste.

(kl. rant, weil ich gerade den stream der tc moscow sehe, wo sich dutzende russische startups pitchen, und weil nächste woche die le web ist, wo sich weitere dutzend startups pitchen werden, genauso wie sich heuer schon zehntausende andere startups auf hunderten startup panels vor (den immergleichen aber auch schon wieder) tausenden vcs gepitcht haben, und alles wird begraben unter den immergleichen euphemistischen und hypertroph optimistischen bullshitantworten auf die immergleichen 10 grundfragen und irgendwie scheinen aber auch alle damit völlig zufrieden zu sein usw.)

((nur am rande: die ausnahme sind dann so leute wie ev williams, die versuchen zumindest ein neues soziales objekt zu erzeugen und zu kommunzieren ; mit einer milliarde auf dem konto kann man sich sicherlich gewisse dinge wie buhlen vor investoren etwas leichter als andere sparen, aber das irritierende bleibt die völlige abwesenheit von sinn zugunsten von spreadsheet-basierter investierbarkeit bei den allermeisten nachrückern; und ohne in den guten alten zeiten suhlen zu wollen, das war 2003, 2004, 2005 tatsächlich noch anders, siehe mitunter die damals dokumentierten panels bei itconversations))

(((und klar: es gibt noch ein paralleles universum an startups – sei es von motivierten einzelkämpfern und/oder im umfeld von barcamps und/oder open source und/oder academia und/oder etc. -, das diesen zirkus ignoriert und tatsächlich an einem sinn arbeitet; die laufen dann allerdings fast immer in die sackgasse, die entsteht, wenn der ‘konstatierte sinn’ und die ‘ethik des überbaus’ selbst belohnt werden sollte, und das spielt es üblicherweise natürlich noch viel weniger)))