Das Web ist ein System, das es anderen Systemen ermöglicht, füreinander Umwelt zu sein.

heute vor drei Jahren in am Ende der Wurst

(das lustige ist, dass sich mehr oder weniger alle themen und empörungen des letzten jahres (überwachung, datenschutz, algorithmen und big data, etctrara) auf den ganz einfachen umstand zurückführen lassen, dass sich (menschliche, organisatorische, staatliche, etc.) systeme plötzlich und vor allem ungewollt als input der umwelt eines anderen (wieder menschlichen, organisatorischen, staatlichen, etc.) systems wiedergefunden haben und sich darob dann empören. sogar die geheimdienste sind ja primär darüber empört, dass sie durch e. snowden das objekt einer gesellschaftlichen beobachtbarkeit und in der folge empörung wurden.

um mich nochmal das ende der wurst zu zitieren:

Dabei wichtig ist: Es ist grundsätzlich offen wer was wie damit macht; mit einigen Dingen werden wir rechnen, mit anderen nicht. Und das bringt natürlich Menschen und Institutionen zum Auszucken, das muss geregelt werden.

Privacy kann etwa als der Versuch eines Systems, das was von ihm selbst von anderen Systemen wahrgenommen werden kann zu begrenzen und zu kontrollieren, beschrieben werden; Datenschutz als der Versuch der Regelmentierung, was andere Systeme mit Daten, die sie von einem System schon haben, machen dürfen (z.b. nicht verkaufen oder inkl. Namensnennung veröffentlichen); Copyright als der Versuch der Regelmentierung, welches andere System geschützte Inhalte (re)publizieren darf; etc.

viele dieser – ich sag einmal – ‘organe’, die systeme entwickeln wollen, um die eigene behandelbarkeit durch andere systeme zu regelmentieren und kontrollieren, haben sich in den letzten monaten natürlich völlig überhitzt oder auch als absolut nutzlos erwiesen. flankierend kam es also zu einerseits immer hysterischer werdenden beschreibungen und immer irrationaleren gegen- und abwehrreaktionen.)