aus der abt. heute vor 10 jahren in irgendeinem txt-file:

Die 5 S sind eine Ordnungstechnik aus dem Dunstkreis von Kaizen. Warum sind die Japaner eigentlich so gut in solchen Sachen?

SEIRI: Ordnung schaffen – alles, was für die Arbeit nicht unbedingt erforderlich ist, an geeignete Stelle wegstellen, oder ganz ausmisten, wenn man es überhaupt nicht mehr braucht. Das bedeutet im Bereich IT etwa auch, den eigenen Rechner einmal durchzuforsten oder in Netzwerken den Fileserver, Daten nicht redundant zu halten, alles nicht innerhalb der letzten 2 Monate gebrauchtes zu löschen oder upzubacken, etc.

SEITON: alles am richtigen Platz – alles, was man oft und wiederholt benötigt, am Arbeitsplatz, alles sonstige in einem geeigneten Behälter in der Nähe, wichtiges auf einem Stack. Bedeutet, die Trägermedien zu organisieren, die Bücher, Zeitschriften, Mappen, aber auch die Programme, Ordner, Dokumente.

SEISO: Sauberkeit – bevor ein neuer Arbeitsschritt eingeleitet wird, die Reste des vorhergegangenen aufräumen; immer sauber beginnen; auch nicht am Arbeitsplatz essen oder Kaffee trinken. Sehr wichtig, hilft auch dabei, für Arbeitsschritte einen Abschluss zu finden, hilft, den Respekt gegenüber der eigenen Tätigkeit zu erhöhen, hilft bei der Konzentration, hilft bei der Messung des tatsächlichen Zeitbedarfs.

SEIKETSU: persönlichen Ordnungssinn entwickeln – angemessene Handlungsroutinen entwickeln, optimierte Ablagesysteme austüfteln. Und wie.

SHITSUKE: Disziplin – den Ordnungssinn kultivieren und habitualisieren, nicht nur in Anfällen, sondern als kontinuierliche, allgegenwärtige Praxis. Und erst recht.

(damals extrahiert aus: masaaki imai: kaizen; ich hab das dann ein jahr später auf bbyt gepostet was mein ‘erfolgreichster’ blogeintrag überhaupt werden sollte, weil das damals von merlin mann und anderen damaligen productivity guys aufgegriffen wurde.)