(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass bei bewertungen von – gesellschaftlichen und persönlichen – problemen, die durch vernetzung und neue technologien oft tatsächlich real neu entstehen, die schuld dann im grunde immer an der technologie festgemacht wird und im grunde nie am verhalten; ein großteil der kognitiven dissonanz der gesellschaft wird dadurch getriggert, dass versucht wird, das bewährte bisherige verhalten in einer neuen konstellationen und gegen deren neue funktionslogik aufrechtzuerhalten und (oft mit politischem, rechtlichem oder moralischem zwang) durchzusetzen, während schon offensichtlichste verhaltenstechnische anpassungen die probleme auflösen würden.

((nur am rande: natürlich ist eine verhaltensänderung leichter gesagt (wenn du abnehmen willst, dann mach mehr sport und friss die hälfte) als getan (mehr sport machen, die hälfte essen). es geht also um die disposition, wo man das problem lokalisiert und dann also interveniert. noch mehr am rande und um gleich mal die pace layers anzuwenden: technologische verschiebungen finden üblicherweise unter den eigenen füssen statt, der kampf dagegen ist also meistens ohnehin aussichtslos. was natürlich auch nicht bedeutet, dass man gleich alles technofatalistisch sehen muss))

bonuspunkte wie nochmal immer für konkrete fallstudien und sternchen für eine umfassende typologie)