auch nicht wirklich weitergekommen bin ich 2012 jedenfalls mit der Eindämmung der Ausdehnung nicht nur der (analogen und digitalen) Dinge – siehe Leftovers 2012 Collectors Edition – sondern auch der (vor allem digitalen) Klein- und Kleinstspuren, die ich (wie jeder andere auch) so hinterlasse.

(nur am rande: das ist natürlich kein grundsätzliches problem, das allermeiste davon ist natürlich ohnehin abschreibbare wegwerfkommunikation, die nur für sekunden oder minuten relevant ist, usw., aber die schiere anzahl ist schon ein wahnsinn, was alles in einem jahr (schrägstrich einem leben) so zusammenkommt, wenn man ein bisschen drüber nachdenkt, was natürlich auch davon abhängt, was man noch zählt, aber wenn man etwa sagt ‘alles intentional generierte oder archivierte, was einen persistenten unterschied macht’, was also bei grösseren und ‘aufwendigeren’ dingen wie selbstgemachten videos oder in google docs verfassten büchern oder inszenierten fotos oder blogposts oder emails etc. beginnt und dann über kleinere formen wie kommentare oder verfolgen oder tweets oder instagrams oder facebooks bis zu expliziten kommunikativen gesten wie plusse oder likes oder bookmarks oder checkins etctrara führt, was aber alles üblicherweise auf irgendeiner plattform über einen permalink referenzierbar bleibt und selbst ob gross oder klein wiederum wieder ein ausgangspunkt fürs duplizieren, aggregieren, rereferenzieren, weiterströmen, etc. von anderen sein kann, das geht jedenfalls schnell in die hunderttausende, die impliziten spuren, was weiss ich, der von google analytics und komplementär facebook und twitter ohnehin vollständig erfasste klickstrom, der von der jeweiligen plattform ohnehin vollständig erfasste aufmerksamkeits- und intensitätsstrom, der vom jeweiligen mobilfunkbetreiber und apple oder google ohnehin vollständig erfasste geodatenstrom, die von fitbit oder allen anderen trackern ohnehin mehr oder weniger vollständig erfasste lebensdatenstrom uswusf, das geht dann wohl in die millionen datenpunkte, der übersicht halber besser mal ausgenommen. die frage, die sich stellt, ist, was das (für einen selbst, für das infoökonomische gesamtsystem) bedeutet, welche praktiken noch ziehen und welche nicht, usw., wobei wir hier kollektiv sicherlich luft nach oben haben, weil sich die praktiken in ermangelung besserer techniken fast zwangsweise in richtung reduktion, simplifikation oder resignativem nebel bewegen)