auch nicht wirklich weitergekommen sind wir 2012 jedenfalls mit dem konzeptionellen trennen zwischen ‘anderen meinungen’ und ‘anderen positionen’.

(nix gegen meinungen, aber die braucht man ja nicht zu verteidigen und die hat ohnehin jeder und zu jedem thema. das ding mit den – konfliktierenden, anderen, widersprechenden, .. – meinungen, die wir, so bekommen wir es ja von der muttermilch an eingetrichtert, respektieren, schätzen, berücksichtigen, etc. sollen, ist, dass sie für uns zunächst einmal jenseits ihrer statistischen faktizität, die vl. für umfragen und realpolitik relevant ist, völlig wertlos sind, weil nicht klar ist, auf basis welchen vorwissens und welcher kognitiven eigenleistungen der jeweils meinende bei seiner jeweiligen meinung gelandet ist. was für uns ggf. interessant ist, ist eine ‘andere position’, die sich vielleicht in der anderen meinung versteckt. was man hierzulande ‘debatten’ nennt, läuft meistens leider auf der ebene der meinungen und nicht auf der ebene der positionen ab. grundsätzlich jedenfalls gilt: während andere meinungen meistens völlig wertlos sind, können andere positionen äusserst wertvoll sein)