Nicht wirklich weitergekommen sind wir 2012 jedenfalls mit der Verschiebung unseres Blickwinkels zur Bewertung von Phänomenen. Dabei wäre diese Verschiebung soweit ich sehe die einzige erfolgversprechende Strategie/Technik, der strukturellen Verödung und Verblödung des Webs entgegenzuwirken.

es gibt ganz offensichtlich nicht wenige, bei denen es zu einem kurzschluss zwischen der emischen und der etischen wahrnehmung kommt. die leute subordinieren sich gwm. unter das social media blabla und bewerten ihre aktivitäten nicht mehr selbstbestimmt – nach dem spassfaktor, nach eigenen motiven warum sie twittern oder flickern, nach den sich für einen selbst und in der streukraft der peergroup ergebenden möglichkeitsräumen, etc. – sondern nehmen sich selbst als social media objects wahr und bewerten sich selbst mit den damit assoziierten metriken; für eine kulturelle ausdifferenzierung ist das natürlich eher ungünstig

kurzschluss

(nts: mich öfter selbst zitieren)

(der blickwinkel müsste weg von den dummdreisten quantifizierungen und social media kennzahlen aber auch von den netzpolitisch korrekten checklisten und sich an konkreten werten und nutzen orientieren, was natürlich auch bedeutet, dass es eine vielzahl an blickwinkeln gäbe und dass man auch selbst ein bisschen arbeit in die entwicklung und bewusstmachung dieser blickwinkel stecken müsste.

das gute daran: jeder kann das für sich selbst machen und die effekte sind sofort wirksam. um auf sozialer ebene wirksam zu werden braucht es halt eine gewisse dichte, aber auch hier beginnt irgendwann die perkolation und die ermöglichung der ausdifferenzierung von neuen/alternativen/dichteren systemen)