Eine weitere besonders nützliche Unterscheidung ist ganz sicherlich die Unterscheidung: ist ein Argument ein Moo Point oder nicht?

Das Konzept des Moo Points stammt natürlich von Joey Tribbiani: ein Argument, das so relevant ist, wie die Meinung einer Kuh. Unwichtig, also moo.

(nur als kleines beispiel: sagt man etwa etwas negatives über app.net, kommt unweigerlich einer angelaufen, der sagt: „aber du übersiehst den wichtigsten punkt. app ist kein twitterklon, app will viel mehr – ein central messaging bus für das offene web, ein offenes ökosystem/plattform und nicht nur die app (haha) – sein, offeriert ja eine uneingeschränkte API, etc..“ das problem dabei ist natürlich, dass es einen unterschied zwischen dem ‘etwas sein wollen’ oder dem ‘sagen etwas zu sein’ und dem ‘etwas sein’ gibt.

es ist dabei durchaus legitim, den eigenen ansatz zu kommunizieren und mit den technischen attributen zu bewerben. aber es liegt im wesen von netzwerk-, plattform- und ökosystemeffekten, dass sie erst ab einer gewissen größe auftreten. bis dahin ist das kommunizieren des potentials – und das haben vor app schon dutzende sich anschickende ökosysteme gemacht und das werden auch nach app noch dutzende sich anschickende plattformen machen – eben leider moo. was wiederum nicht gegen app spricht, aber halt das argument relativiert)

(abt: draw the distinction!)