bin bei meinem serienaufarbeitungstechnischen arbeitsberg nun bei true blood (S1) gelandet und wie immer fühle ich mich dabei irgendwie wie in einer falschen timeline, aber – wahrscheinlich sensibilisiert durch die verschaltung und dann imho leichtfertige entschaltung der gleichzeitigkeiten bei udacity, siehe the amazing race und jeff winger – was mir vielleicht nicht das erste mal als problem, aber das erste mal als ein eine lösungen suchendes problem aufgefallen ist, ist der umstand, dass die zeitlich an ereignisse gebundenen reaktionen und reflexionen in blogs (und wenn man will youtube reviews, foren, ggf. twitter, vl. sogar artikel aus zeitungen, zumindest vom guardian, etctrara) nur tränen im regen sind, aber eigentlich nicht sein müssten.

zwar verschwinden sie nicht wirklich, google vergisst nicht und mit der einschränkung der zeitlichkeit in den suchtools kann man sich wohl sogar recht gut annähern, aber wer macht das schon. und ‘normale’ suchen bergen immer die gefahr von spoilern und des wissens des nachhineins. was bei ereignissen, die sich wiederholen lassen, schade ist, weil der blick (von anderen) auf die jungfräuliche piste eine eigene qualität hat. eine art taktbares relive reliving wäre da nett. oder auch seasonial reseasoning, von mir aus auch auf g+.

(bzgl. true blood hätte mich zb interessiert, ob das seinerzeit als neues twin peaks wahrgenommen wurde. es gibt nämlich nicht nur die offensichtlichen parallelen – das kleinstädtliche setting, halt im süden und nicht im norden; erotisches interesse als primäres soziales verbindungselement; orte wie das merlotte, das fangtasia, das stackhouse-haus, die villa von maryann; themen wie die selbstverständlich akzeptierte paranormalität, essen, drogen oder sheriffs; tv im tv; usw., ich glaub da findet sich so einiges – sondern auch, dass die protagonisten eine ähnliche sensibilität zeigen und dass orte auf vergleichbare art primäre verknotungszentren für intensitäten werden. vor allem die funktionsweise der figuren, die alle, auch die ‘bösen’, eine romantische sehnsucht haben, die alle auf gewisse weise ehrlich sind und ihr herz auch durchaus ausdrucksvoll auf der zunge tragen; ich würde zwar tb nicht mit tp auf gleichem level vergleichen, aber es emuliert tatsächlich einige qualitäten von tp, die ich bis dato in keiner anderen serie auf vergleichbare weise gespürt habe. das ist auch deshalb lustig, weil man einerseits sieht, WIE gut tp schon vor 20 jahren war, andererseits aber auch die schwächen, serientechnisch macht tb zb einiges geschickter)