(nts: mich öfter selbst zitieren)

sorry, eindeutig zu viele quizzes lately. also nur noch schnell meine antwort für quiz pt. 67 die natürlich mit dem gleichen grundgedanken spielt, wie social and nothingness, die antwort auf quiz pt. 64, nämlich dass sascha schon wieder (genauer gesagt auch schon davor) den falschen prozess (bloggen erleichtern) für das falsche problem (texte aus den klauen der plattformen emanzipieren) fordert. ich ersetze mal in social and nothingness sozial mit diskurs:

“die falsche grundannahme (nicht nur von lobo, auch von allen anderen ohnehin reflexartig geforderten ‘befreiungen’ von auf ‘geschlossenen’ plattformen geführten texten, aussagen und diskursen) ist, dass es ein abstraktes mitgeteiltes gibt, das eine öffentlichkeit sucht.

es gibt aber keinen ungebunden diskurs, der an keine konkrete formation gebunden ist. diskurs ist im web immer an eine konkrete formation (und deren je spezifische produktions-, rezeptions- und resonanzbedingungen) gebunden. vielleicht nachvollziehbarer: es gibt auch kein abstraktes bedürfnis sich mitzuteilen, für das man nur einen container sucht, und falls es der eine nicht tut, dann verwendet man halt den anderen. jede erfolgreiche plattform erzeugt ihre diskurse aus dem nichts. (das ist die saure lektion, die blogger noch verstehen müssen.) und es gibt auch keinen abstrakten text, den man halt bei gelegenheit aus facebook oder twitter oder g+ ausräuchern und an einem offenen blog in freiheit reterritorialisieren könnte.

der diskurs ist nicht die ursache für, sondern der effekt von plattformen (und wieder: deren je spezifische produktions-, rezeptions- und resonanzbedingungen). und das verhältnis ist nicht struktur-funktional, sondern – wenn man will – quantenphysikalisch.”

(passt zwar nicht ganz, aber gar nicht so schlecht. wer sich betätigen will: siehe Lazy Blog Ep. 3)