ergänzend zu pfefferle und marcelweiss ist meine antwort für quiz pt. 64, dass sascha den falschen prozess (öffentlich/politisch diskutieren) für das falsche problem (offene/alternative öffentlichkeit) fordert.

die falsche grundannahme (nicht nur von lobo, auch von allen ohnehin reflexartig entstehenden offenen alternativen, auch von allen goldschürfern, auch von der wechselseitigen beobachtung und imitationen der GAFA selbst und auch von allen anderen) ist, dass es ein abstraktes soziales gibt, das eine öffentlichkeit sucht.

es gibt aber kein ungebundes soziales, das an keine konkrete formation gebunden ist. sozial ist im web immer an eine konkrete formation gebunden. vielleicht nachvollziehbarer: es gibt auch kein abstraktes bedürfnis zu sharen, für das man nur einen container sucht, und falls es der eine nicht tut, dann verwendet man halt den anderen. jede erfolgreiche plattform erzeugt ihr soziales objekt aus dem nichts. (das ist die saure lektion, die google mit ihrem g+ noch lernen muss.) und es gibt auch keinen abstrakten social graph, den man halt bei gelegenheit aus facebook oder twitter ausräuchern und an einem offenen stock in freiheit reterritorialisieren könnte.

das soziale ist nicht die ursache für, sondern der effekt von webanwendungen. und das verhältnis ist nicht struktur-funktional, sondern – wenn man will – teilchenphysikalisch.