ach so, auch sehr wichtig: ideale multiplikatoren sind ja genau diejenigen, die es gerade selbst lernen, und nicht die, die es “schon wissen”.

lotman

(ich glaube sehr zutreffende beobachtung von martin lindner, die nicht nur die ‘positiven’ effekte der dynamik des webs erklärt (etwa supereffiziente lernknoten, auf denen sich in echtzeit wissens- und erkenntnisprozesse intensivieren etc.), sondern gleichzeitig auch die ‘dysfunktionalen’ (wo ein etwaiger body of knowledge vorhanden ist, auf den aber während der ausdifferenzierung dieser lernknoten nicht zurückgegriffen wird, mitunter weil eben das schon wissen öfter als nicht die reaktualisierung vermeidet, wobei das gerade neu gelernte aber deutlich doofer als das mögliche wissen ist, etc.) – und das betrifft vor allem ‘wissen’ um themen, die sich im web selbst herausgebildet haben, weil es eben eher flüchtig ist, während klassisch verankerte gebiete bessere techniken des zurücklehnens, verifizierens und sichselbsteinforderns gefunden haben)