Merci et Adieu, Frank

ayay, Rivva kommt nicht wieder.

Die sich auftuende Lücke wird man wohl erst im Laufe der Zeit spüren, aber sie wird nicht alleine im Fehlen einer Tagesschau bestehen (eine funktion, die es für mich zb. eig. ohnehin nie so wirklich gehabt hat, bzw. schon, aber nicht als pointer für lesenswertes zeugs, sondern eher als absolution für das nichtlesen von dingen, die ich nicht mehr lesen muss, weil rivva sie für mich – gwm. als canned reader – gelesen hat.) Für die Blogosphäre etwa war Rivva das Medium, über das sie selbst als imaginierte Community quasi simulierbar wurde, oder genauer – wie schon beim Nichtlesen – nahm uns Rivva das Simulieren sogar ab, hat die Konsistenz der imaginierten Community für uns simuliert, wir konnten also einfach so tun als ob.

Mit Rivva stirbt jedenfalls auch eines der in Deutschland äußerst raren wirklich sympathischen Startups, das auch auf der Ebene der Beobachtung der Veränderung wirklich interessant war, dem man eine gewisse Intelligenz und einen gewissen Eigensinn und eine gewisse Idiosynkrasie und ein gewisses Herzblut bei der Sache und einen gewissen Puls an der Zeit angemerkt hat. Und das war dann wohl auch der Grund für das Ende.

So long, Rivva.