(hab mich nach nicht mal 10 monatiger abwartezeit jetzt doch mit einem ipad ausgestattet; was soll ich sagen… es ist nicht magical, aber es ist bzgl. der haptik absolutely fabulous. im grunde ist dazu natürlich ohnehin schon alles gesagt, aber kurz ein paar gefühlte beobachtungen, die von meinen erwartungen, die ansonsten ohne mir auf die schulter zu klopfen überraschend zutreffend waren, ein bisschen abwichen:

closed shop / selling machine: aus reiner konsumentensicht ist das für eine alltägliche benutzung irrelephant. man kann nicht immer alles genau so machen, wie man will/es gewohnt ist, aber man kann das meiste dann doch irgendwie machen (e.g. dropbox als ersatz für ein filesystem). diese synchronisierung via itunes ist etwas eigenwillig, aber auch nicht soo ein problem, und jenseits dieser synchronisierung kann man itunes auch völlig ignorieren, wenn man will.

consumption device: im grunde stimmt das, es ist die ultimative komsumptionsmaschine, meine couch hatte nach der ersten nacht einen ähnlichen abdruck wie die couch der simpsons nachdem sie kabelfernsehen bekommen haben, aber: das meiste webbasierte und vieles appbasierte zeugs hat eine anschlusskomponente (twitter, instapaper, etc.) und vor allem: teilweise werden völlig neue formen möglich und sinnvoll, das rezeptionsverhalten für texte dürfte wich wirklich neu ausdifferenzieren, aber durchaus auf einem höheren niveau. inhalte, die für das ipad aufbereitet wurden, sind tatsächlich ein genuss wie er beim desktop/laptop nicht möglich ist, und über diesen genuss lassen sich glaub ich dinge reinschleusen, die sich in einem anderen kontext nicht reinschleusen liessen; hab noch zu wenig gesehen, aber gefühlsmässig könnte es zu einer renaissance der nicht ganz kurzen, also mittellangen texte kommen, wenn sie entsprechend kuratiert sind (zeitungen haben hier sogar eine echte chance, die sie sich tatsächlich nur durch hirschigkeit selbst verbauen können; flipboard geht in die richtige richtung, bräuchte aber mehr controls jenseits von twitter/fb/ihren channels); aber toll z.b. ist die npr-app. superunaufdringlich, man flippt durch die beiträge und addet das gut klingende on the fly zur playlist, rebundled sich also seine radiostation auf basis des auf bis zur beitragsebene ungebundleten radios; das konnte man zwar auch schon auf der webseite machen, aber in der app fühlt es sich anders an). und consumption device stimmt auch überhaupt nicht, weil alles produziertechnische möglich ist, was im browser im web halt möglich ist, also sehr vieles. wer sich noch eine tastatur dazu kauft, der kann auch seinen roman schreiben. und es gibt eine tonne von apps zum direkten produzieren.

mein derzeitiges setup:

die vorinstallierten ignoriere ich bis auf den app store (give me), ipod, videos, maps und safari.

dropbox, evernote, simplenote reicht als basic bundle für text und productivity, ibooks und stanza für bücher und pdfs, google earth ist auf dem ipad der hammer, twitter (find ich ok, aber nicht so super wie viele tun), today’s tech, flipboard, pulse, npr so als input streams, adobe ideas, eyewitness, epicurious und angry birds für zwischendurch.)