digg chart

oh boy, Digg tut wirklich alles, um sich selbst in die Luft zu jagen. Nach dem völlig gefloppten Relaunch neben einigen Rochaden im Management und massivem Personalabbau, hat Dumplings from this Panda jetzt dokumentiert, wie Digg sich in den letzten 2 Wochen selbst systematisch gegamed hat (via). Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass diese Aktion von anderer Stelle kommt, aber die Indizienkette reicht für einen Indizienprozess.

Das Motiv ist zwar wirklich ehrenswert – mit 160 dummy accounts wurde ein ausgewogeneres Bild auf der Homepage erzeugt, indem Accounts von verschiedenen (bevorzugten) Partnern hochgepimpt wurden -, aber dann kann man es natürlich gleich sein lassen und sie machen die Startseite redaktionell und sagen: that’s it. Und das Problem mit dem Algorithmus ist natürlich hausgemacht, um mich selbst zu zitieren :

statt einem mehr oder weniger heterogenen set an quellen, die von einem oligopol an powerusern eingereicht wurden, gibt’s jetzt eine monokultur an quellen, die von den meisten verfolgt werden; statt zu versuchen, die anzeize zum gamen in einem offenen system zu verkleinern und die effekte zu verringern, haben sie das gaming zwar verunmöglicht, aber die effekte davon jetzt systemisch eingebaut

(wobei mir nicht die möglichkeit in den sinn kam, dass sie sich selbst gamen, um die eingebauten effekte wieder auszugleichen)

update

Digg dazu :

As with many sites, we continuously run tests on the site to expose vulnerabilities in our own security. In this case, we did have a number of our internal test accounts Digging content from the Upcoming section of the site. We learned a great deal about some vulnerabilities in how users can inappropriately Digg stories into the home page.