dunno, nicht nur mspro verrennt sich irgendwie, auch kusanowsky – und zwar in mspro…

(ich kann zwar sein problem mit mspro nachvollziehen, oder genauer: sein problem mit der diagnostizierten (mir ist nichts aufgefallen, aber das heisst nix) anschlussstattgefundenhabenheit, aber nicht, warum er sich darüber wundert. zwei lose anmerkungen: “Das Internet bricht diese Struktur nun horizontal herunter und mehr noch: die Prozesse zur Herstellung von Unterscheidungsroutinen, die Grade des Informiertseins beobachtbar machen, werden invisibilisiert” (davor waren sie in den selbstlegitimationsprozessen der massenmedien konstruiert) – ich würde eher sagen, dass sie radikal personalisiert werden. die sichtbarkeit bleibt also durchaus erhalten, nur verschiebt sie sich hin zur statistischen beobachtung der emergenten referenzstellen. “Für Peter Kruse sind solche Phänomene nur Erregungsmuster, aber den entscheidenden Ordnungsunterschied kann er nicht erklären. Dieser Unterschied ist im chaotischen Verfahren eben nur simulierbar, nicht dokumentierbar” – gerade andersrum: er ist nur noch dokumentierbar, und zwar als effekt der komplementären vervollständigung der simulation, bei der alle so tun als ob. interessanterweise kommt auch auf der ebene der simulation das skandalon manipulation der dokumentform zurück, allerdings als sein literaler geist, indem es sich in die performate selbst einschreibt. anschlussfähig ist vor allem das skandalon selbst. vor allem das deutsche web kann man mehr oder weniger vollständig als gigantische disseminationsmaschine für skandale/aufregungen beschreiben (man braucht sich ja nur die liste an bloggern anzuschauen, die lobo in seinem rant für erwähnenswert erachtet (wobei lobo und sixtus interessanterweise noch am ehesten dieser dynamik widerstehen, deren funktionslogik entspricht eher dem pop, indem sie den skandal selbst zumindest ironisieren (bzw. irokesieren))))