dunno, irgendwie verrennt sich mspro da ein bisschen. sein kernthema – der kontrollverlust – ist natürlich so selbstevident, dass man etwas überspitzen muss, um eine wahrnehmbare aussage zu treffen; aber sein kurzschluss zwischen der (teilweise durchaus nicht unzutreffenden) beschreibung einer entwicklung mit einer präskriptiven ethik als gebot oszilliert irgendwo zwischen skurrilität und (an den grossen, die summer aller möglichen queries abschickenden anderen gekoppelte) megalomanie.

(beim lesen fand ich ganz witzig, dass er sich in einigen bereichen zwar mit meiner gefühlten einstellung deckt (etwa: es ist eigentlich wünschenswert, dass möglichst vieles möglichst unvorgefiltert strömt, damit in der folge via selbstselektion diverseste anschlusskommunikationen stattfinden können, die dann auch zerfaserte und/oder unvorhergesehene mikropolitische ereignisse triggern können, etc.), dass er aber von ganz woanders kommt und komplett woanders hin will)

((sehr schön dazu kusanowsky

Trotz der Beschädigungen der Bewusstseinsfähigkeit durch die Psychoanalyse, trotz der Einschränkung der Rationalität durch die Quantenphysik und trotz aller Massenorganisationsverfahren, die das Subjekt lediglich zu einer statistischen Größe degradiert, als Wähler, als Kunde oder Konsument, beharren die Systeme auf diese Einseitenform, deren Legitimität begründet werden kann, sofern sie zweiseitig zugestanden wird, etwa als „das Recht des Anderen“. Gelingen kann dies, weil das „Ich“ durch Verweis auf das „Nicht-Ich“ jederzeit sich selbst als das „Nicht-Ich“ des „Nicht-Ichs“ beobachten lässt und damit eine Form findet, durch die eine selbstreferenzielle Indifferenz illusioniert werden kann, deren Herkunft auf eine Gesellschaft „da draußen“ zugerechnet werden muss, die sich durch beständige Reaktualisierung unerfüllter Versprechungen auszeichnet.

und (wie immer gründlich aber in seiner übermensch/wer sonst sollte das nur tragen können diagnose vl. ein bisschen zu besorgt) fxneumann))