(nts: mich öfter selbst zitieren)

(ich habe ja fast bis zum ende gewartet, in der hoffnung, das noch irgendwie zu relativieren, aber diese ausgabe der tcdisrupt war wirklich schwach, schliesst irgendwie nahtlos an meiner kritik an der dialektischen abwärtsspirale der location services an, nur dass sich die social mediale invasion nicht pur autopoietisch (und also harmlos) sondern auch noch in den letzten möglichen winkel ausbreitet, badges und game mechanics und noise about nothing ftw (etwa onetruefan, bei dem man um die fanhoheit von webseiten kämpfen kann, indem man sich dort durchklickt, kommentiert, artikel tweetet und seine kontakte auf jede andere art belästigt; oder gripe, wo man bei unzufriedenheit mit dem sozialen graph droht). es gab natürlich auch ein paar ganz interessante ideen (etwa datasift, eine art programmierbare metaapi für twitter inkl. visualisierungen; badgeville interpretiert das badges thingy ganz nett für webseiten; cloudflare, eine art supercache; shwowp, indem es gwm. die lektionen aus den ehemaligen diskussionen rund um attention data (aus denen nix wurde) data portapolitisch korrekt auf shopping data überträgt) und (design-) technisch wirken fast alle irgendwie gut, aber konzeptionell sind fast alle inkrementelle verschlimmbesserungen oder völlige schnapsideen, von disruption jedenfalls keine spur, die gedanken drehen sich wirklich nur darum, wie man leute möglichst effektiv und lange mit beliebig blöden aktivitäten beschäftigen kann, was zynga gwm. zur wissenschaft erhoben (net promoter score als hauptindikator als internet treasure) hat, etctrara. aber jetzt muss ich mir noch kevin rose und marissa mayer anschauen…)