people you might want to follow

nach twitter bekommt jetzt auch buzz verfolgungsempfehlungen.

bei beiden ist offensichtlich warum (erhöhung der netzwerkdichte etc.), aber beide lösen damit nicht das eigentliche problem, nämlich einen effizienten verfolgungsmarkt zu ermöglichen. das paradox der ansätze ist, dass die effizienz umso mehr abnimmt, je besser die empfehlungsalgorithmen werden.

wer rational infoökonomisch folgt, der wird so lange neuen leuten folgen, solange deren nutzen (gute links oder gedanken etc.) grösser als deren kosten (zeit, die man mit dem durchklicken oder lesen oder überlesen verbringt) ist.

empfehlungsalgorithmen haben nun zwei offensichtliche möglichkeiten: sie empfehlen entweder auf basis des social graphs (viele deiner freunde folgen auch xy, die populärsten von deinen freunden verfolgten sind yz, etc.) oder auf basis von einem vermeintlichen interesse (dich interessieren ja lolcats, beliebte lolcats buzzer sind xyz).

folgt man aber allen, denen auch die freunde folgen, dann folgen irgendwann alle den gleichen in verfolgungsclustern und das system verliert die filter- und aggregierungsleistung auf kosten des mehraufwands für alle – ich muss aber eben gerade nicht allen folgen, weil andere ihnen folgen und für mich die rosinen retweeten o.ä.; und folgt man leuten mit gleichen interessen, dann nimmt die redundanz der geposteten infos zunehmend zu – auf sozialer ebene ist die dysfunktionalität ja quasi eingebaut: je mehr man sich für ein thema interessiert, desto weniger interessant werden alle anderen, die sich für das gleiche interessieren.

informativer sind nach dem in jedem fall nützlichen grundrauschen also eher die, die komplementäre und kompatible interessen haben, die also einen bereich abdecken, für den man sich peripher interessiert. und genau die kann ein empfehlungssystem nicht vorschlagen, die muss man für sich selbst entdecken.

das ist natürlich alles sehr simplifiziert dargestellt, auch redundanz ist informativ (beobachtung welche themen aufgegriffen werden, wie sie aufgegriffen werden, usw.) und infoökonomische effizienz ist auf twitter oder buzz auch nicht unbedingt das anzustrebende ziel, etc., aber der effekt von gepushten aber ineffizienten empfehlungssystemen mit dem hauptziel verbindungen zu vermehren ist eine inflation der beziehungen.