(nts: mich öfter selbst zitieren)

groupon macht was richtig blödes und wird fortan deals personalisieren. ^

einerseits transformieren sie durch diese aktion eine der tatsächlich besten erzählungen der letzten jahre (“schau her, wir sind trüffelschweine und finden für dich jeden tag einen grossartigen deal in deiner stadt; gelegentlich ist sicher auch für dich was wunderbares mit dabei”) in eine eher kaufmännische (“hör zu, es wollen bei uns so viele unternehmen deals anbieten und ihr seid ja auch so viele, also nehmen wir jeden deal an und mappen die dann bestmöglich auf euch; kauft bitte soviel wie möglich”).

andererseits invertieren sie damit das vertrauensverhältnis; dieses war quasi systembedingt eingebaut (ihr alter anreiz war, aus allen zur auswahl stehenden deals den für die user bestmöglichen auszuwählen) und ist durch die personalisierung aber systembedingt quasi ausgeschlossen (ihr neuer anreiz ist, so viele deals wie möglich heranzukarren und dann irgendwie an den mann zu bringen).

siehe dazu auch excom :

Bei Groupon kann man jetzt beobachten, was passiert, wenn ein Filter mit den Prinzipien eines Aggregators agiert. Absolut unverständlich, warum sich Groupon ohne Not in direkte Konkurrenz zu Yipit & Co. begibt, die im Zweifel immer die besseren Empfehlungen haben werden.

(abt. spreadsheets ain’t sympathy)