eigentlich spannend… wir befinden uns derzeit vl. gerade im übergang von social objects zu object socials.

there is always an object

juri engeström

die theorie der social objects – in a nutshell – besagt, dass es zwischen subjekten keine ‘natürlichen’ beziehungen gibt, sondern dass eine beziehung immer via eines objekts vermittelt wird. es gibt keinen (meister-) social graph, sondern fluktuierende ensembles an partial-graphen, die sich durch den austausch von objekten ausdifferenzieren.

facebook stellt diese logik aber auf den kopf. um engeström zu paraphrasieren:

there is always a subject

die objekte sind nicht länger nur die mittel, um subjekte miteinander zu verbinden, das ganze system wird objekt-zentrisch. auch im entstehenden open graph (der objekte) gibt es zwischen den objekten keine ‘natürlichen’ beziehungen (wie es zb. noch die semantic web crowd via ontologien, rdf, microformats, etc. glauben konnte), sondern die beziehungen zwischen objekten werden immer via eines subjekts vermittelt. anders als beim social graph wird aus den zunächst fluktuierenden ensembles an partial-graphen aber wohl tatsächlich so was wie ein (meister-) object graph. die subjekte selbst werden jedenfalls nur zum mittel, das objekte verbindet.

(dabei ganz witzig: die ‘asoziale’ grundannahme der social objects führt zu einem sozialen system; die ‘soziale’ grundannahme der object socials führt zu einem postsozialen system)