The functional act of constructing a tweet or a status update is very similar. Produce text in roughly 140 characters or less inside a single line text box and click a button. Voila! Even the stream based ways in which the text gets consumed look awfully similar. Yet, the more I talk with people engaged in practices around Twitter and Facebook, the more I’m convinced these two things are not actually the same practice. Why? Audience.

danah boyd über die unterschiede zwischen twitter und facebook, auch über normen, kulturelle praktiken, usw.

stimmt schon alles irgendwie, und sie schält schön heraus, dass ein ding, auch wenn es von aussen gleich ausschaut, jeweils ganz was anderes sein kann, nur macht sie den gleichen fehler wie alle anderen, nämlich alles am mantra konversation mit der ausrichtung auf zuhörerschaft / audience aufzuhängen.

natürlich wird gebabbelt und natürlich gibts zuhörerschaften und natürlich wird jeweils unterschiedlich gebabbelt für jeweils unterschiedliche zuhörerschaften, aber der eigentliche unterschied liegt im grundsätzlichen gewebe von facebook resp. twitter, die beide völlig verschiedene motive der produktion, erwartungshaltungen an die rezeption und serien der anschlusskommunikation haben (privat vs. öffentlich; kommunikation unter freunden vs. information unter interessierten; reterritorialisierung auf dem ursprünglichen thread vs. deterritorialisierung via retweets und den 2000 twitterapps; etc.).

der grund, warum es so schwer zu sein scheint, diese beiden sphären auseinanderzuhalten und nicht konzeptionell zu vermischen, liegt glaub ich an oben erwähntem mantra der konversation bzw. audience. nicht nur rekonzipieren privatpersonen ihre freunde bei facebook als ‘audience’ auf die sie einfluss ausüben wollen, für die sie publishen wollen und anderen blödsinn (der übergang vom auf ein bier gehen zum social networken), auch facebook selbst rekonzipiert sich als twitter.

der twitterneid von facebook ist zwar verständlich – was soll denn das? da sind wir der 350 mio pfund schwere gorilla und dieser makake bekommt die ganze aufmerksamkeit? – aber facebook begibt sich auf ganz dünnes eis. im versuch die streams der user öffentlich zu machen, schaut her, auch bei uns wird ganz toll über produkte und gott und die welt geplaudert, viel mehr noch als bei twitter, das könnte man auch echtzeitmässig aufbereiten, viel besser noch als twitter, unterminiert facebook sukzessive den grundvertrag, den es mit seinen usern eingegangen ist, und dekonstruiert sich selbst.