2008 war ein ein bisschen durchwachsenes Jahr, was die Entwicklung der Techblogs betrifft. Der Trend von 2007, je populärer desto doofer, hat sich nicht mehr fortgesetzt, die Ausdifferenzierung scheint sich eingependelt zu haben, alle posten alles mit mal mehr mal weniger genuinem Blick, Techcrunch wurde sogar wieder lesenswert, Readwriteweb hat etwas abgebaut, echte Impulse/Inspirationen liefern alle zusammen nicht. Insgesamt scheint es sich aber überhaupt etwas ausimpulsiert zu haben, auch die echten Vordenker (Haque, Engeström, Coates, Shirky usw.) sind eher im Rehash-Modus, im Grunde scheint alles denkbare schon gedacht zu sein, sehr komplex ist das Web ja wirklich nicht, es wird nur oft mit falschen Fragestellungen kompliziert gemacht, wobei es natürlich kein falsche Fragestellungen gibt, wer sich was fragt, der fragt sich das halt, falsch also eher im Sinne von unfruchtbar oder am Thema vorbei, wobei es natürlich auch keine falschen Themen gibt.

epicenter
webware

Anyway, die zwei für mich besten Techblogs 2008 waren Epicenter (war: Webmonkey) und Webware. Beide vermeiden die Taktik des Scoops um des Scoops willen und des so-schnell-wie-möglich, sind aber trotzdem zeitnah, haben alles wichtige, wenig unwichtiges, haben gute Einschätzungen und oft auch eigene Topics, mischen News mit hands-on advice, haben auch so was wie Moral, insgesamt jedenfalls den höchsten ROI bzgl. des Rezeptionshaushalts.