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warp back ins Jahr 2002 oder so, Dave Winer stellt RSS 2.0 vor, wenn man will die Geburtsstunde des modernen RSS (man kann auch anders wollen, es gab vorher Interventionen, und nachher (Atom etc.) – aber so gefühlsmässig hat sich damit RSS auch in der allg. wahrnehmung etabliert.)

warp wieder forward ins Jahr 2008, und also nur 6 Jahre danach stellt der Guardian als erstes echtes Mainstreamnewsmedium seine Feeds auf Fullfeed um. Dass das sogar Google eine Meldung wert ist zeigt, wie undenkbar das bisher erschien.

Es wird interessant zu beobachten sein, ob und wie sich dadurch die Mischungsverhältnisse ändern. Wenn eine der besten Zeitungen der Welt plötzlich genauso bequem zugänglich ist wie Blogs, und als einzige Zeitung überhaupt ohne sich als Klicker und erstmals also als Leser zu fühlen, dann könnten das andere schon bald spüren.

(dass da gerade der guardian vorreitet ist, ist natürlich kein zufall; neben der bbc ist der guardian wohl das einzige mainstream-medium, das die dynamik des web wirklich mitdenkt, das immer auch wirklich gute leute – am anfang etwa ben hammersley – mit dabei hatte und denen auch zugehört hat, das immer auch technologie mitentwickelt und nicht irgendwann dann halt auch adaptiert hat, weil es gerade schick war oder es alle anderen auch schon gemacht haben, usw.)