customize your friends list

Wenn man sich jetzt im Google Reader einloggt, wird man mit obiger Meldung konfrontiert. Im Google Reader Blog wirds erklärt, eine FAQ gibts auch.

Es ist immer wieder erstaunlich wie tölpelhaft sich Google bei so rudimentären sozialen Geschichten anstellt und wie kompliziert sie ein völlig triviales Problem machen können.

Beim Sharing aus einem Feedreader gibt’s eigentlich nur zwei Möglichkeiten: entweder es ist transparent öffentlich und funktioniert nach irgendeinem Abo-Modell (hier ist mein Stream, wer will abonniert ihn, that’s it, kein reziprozitätsblödsinn, keine benachrichtigungen wenn jemand meinen stream abonniert usw.); oder es ist transparent kontrolliert und funktioniert nach irgendeinem push es an eine definierte Gruppe-Modell (etwa wie bei pownce, man kann sich gruppen zusammenklicken und dann einträge als privatnachricht, an eine gruppe oder halt öffentlich posten). Zweiteres ist im Falle Shared Items aus einem Feedreader imho ein Blödsinn, aber es gibt sicher Leute, die genau das wollen.

Google hat es aber geschafft das völlig obstrus zu Implementieren. Aus irgendeinem Grund wollten sie den Reader etwas sozialer machen (was nehmen wir? nehmen wir halt die Kontakte, mit denen einer gechattet hat, aber sonst niemanden) – aber es war nicht sozial, weil das eine falsche Heuristik war; gleichzeitig waren sie dabei nicht transparent, die shared items von diesen Kontakten sind auf einmal ungefragterweise aufgetaucht. Auf die Verwunderung der User kam dann die Panik (ein ein-klick reset von allen shared items). Und jetzt kommen sie mit Pseudofreundeslisten, die völlig sinnlos und sogar irreführend sind, weil sie unabhängig von dem Laufen, was man ohnehin sehen kann (den öffentlichen feed an shared items kann ich immer abonnieren, ob das derjenige will oder nicht; der einzige unterschied ist, ob derjenige bei meinen ‘friends shared items’ tab auftaucht oder nicht und ob ich zulasse oder verhindere in diesem tab woanders aufzutauchen oder nicht).

etc.