screenshot friendfeed

Über die Startseite von FriendFeed freu ich mich jedes mal. Ich bin natürlich von einfachem Gemüt und Photos von Küken erheitern mich allemal, aber spannender finde ich fast die semiotische Souveränität die dabei zu spüren ist.

(einerseits das prinzip signifying wie wir es etwa aus dem hiphop / dem black english kennen, also der innerhalb einer gruppe stattfinden umbedeutung von ausserhalb der gruppe negativ konnotierten bezeichnungen für eben diese gruppe (nigga, bitch, usw.), im falle friendfeed also, dass sie genau das als selbstbeschreibung verwenden, was dem user generated web von den mainstreammedien als mangel angedichtet wird (wo steckt der qualitätsjournalismus wenn jemand ausdrückt was er denkt oder mit katzenphotos dokumentiert wie er lebt usw.) und andererseits die gwm. doppelte verdichtung des ausdifferenzierteren phänomens im einfacheren begriff (katzenkontent als superset eben jeglicher art von content bzw. als latentes ausdruckspotential) ohne noch viel dazusagen zu müssen)

((das dazusagenmüssen des sinns bzw. das glauben den sinn dazusagenzumüssen ist übrigens der beste indikator dafür, dass irgendwas nicht oder noch nicht funktioniert und verunmöglicht oft aber leider eben auch genau, dass es jemals funktionieren wird, weil dann oft die mischung nicht mehr stimmt, sich unfruchtbarere praktiken etablieren, usw.))