gestellt von Christina Bergmann für die Deutsche Welle (via), Antwort:

Beim Web 2.0 geht es darum, Anwendungen zu bauen, die das Netz als Plattform nutzen. Und die erste Regel dabei ist, dass die Anwendungen von ihren Nutzern lernen, also besser werden, je mehr Menschen sie benutzen. Beim Web 2.0 geht es um die Nutzung kollektiver Intelligenz.

Ok, das ist sicher das 50ste wortgleich beginnende und dann mehr oder weniger gleichartig verlaufende Interview mit Tim O’Reilly, das man in der dt. Presse in den letzten 12 Monaten lesen konnte, aber mir ist dabei etwas wahrscheinlich völlig Offensichtliches das erste Mal klargeworden:

man kann diese Definition auch nicht verstehen.

99% des dt. und 90% des int. Diskurses über Web 2.0 sind das unmittelbare Resultat des ganz einfachen – und völlig nachvollziehbaren, was soll man sich unter Anwendungen die das Netz als Plattform nützen schon vorstellen – Nichtverstehens der Ausgangsthese. Sämtliche dann in der Tat zunehmend wolkig und beliebig gewordenen Beschreibungsversuche über das Mitmachmitshinybuttonsviaajaxalsmashupdankwidgetsdurchaaluswweb sind nichts anderes als sich verselbständigt habende Serien von im Sog der ursprünglichen Beschreibungen aufgegriffenen, dabei aber isoliert und nicht mehr im Kontext verständlichen Elementen, wobei irgendwann die Wirkung mit der Ursache vertauscht wurde.

to be continued.