oops, hab da ein Stöckchen übersehen.

Was macht dich produktiv? Die besten Tipps unserer Leser

hmm, schwierig, der beste Tipp den ich geben kann ist wohl GTD zu lesen und dann auf die striktest mögliche Art zu befolgen und es dann nochmal zu lesen und auf’s Eindringlichste zu studieren und es dann noch strikter zu befolgen, aber das ist wohl kein konkret-genuger Tipp.

Eine meiner Lieblingsstrategien bzgl. von Dingen/Aufgaben, die man schon als zu Tuendes erkannt und benannt hat, für die man auch schon die tatsächlichen nächsten Schritte/die next actions definiert hat, die man dann aber aus welchen Gründen und inneren Blockaden auch immer einfach nicht und nicht tun will, die man von einer Todoliste in die nächste mitschleppt, aber es findet sich immer was besseres zu tun, ist die aleatorische next action

Voraussetzung dafür ist, dass man einen Haufen von next actions (GTD Lingo für Handlungen, die man ganz konkret einfach tun kann, über deren was und warum und wie man nicht mehr nachdenken muss, weil sie schon das Ergebnis eines vorausgegangenen Denkens ob des was und warums und wies sind) hat und dass ein paar davon diese Objekte des Widerstands sind.

Was man dann nach GTD-proper tun würde ist, diese nach Kontext (online, am pc, am telefon, ausser haus, …) aufzulisten und wenn man dann in einem jeweiligen Kontext ist, sie je nach vorhandener Zeit, dann nach vorhandener Energie, erst zuletzt nach Priorität gereiht abzuarbeiten. Nur eben: ein paar davon widersetzen sich und hier kommt die aleatorische next action ins Spiel:

anstatt die NAs nach Kontext zu ordnen, werden alle bunt miteinander vermischt. Dann wird eine zufällig ausgewählt (besonders lustig ist das, wenn man seine NAs in Papierform auf etwa Indexkarten hat und eine mit verschlossenen Augen aus dem Stapel zieht) – und die tut man dann, auch oder gerade wenn es überhaupt nicht zum Kontext oder ins aktuelle Konzept passt. Dann zieht man die nächste – und dann tut man die, usw. usf. Es gibt natürlich Grenzen der Sinnhaftigkeit, aber dabei entsteht mitunter ein eigenartiges Gefühl der Losgelöstheit von etwaigen Zwängen, es entwickelt sich ein unerwarteter Spass an der Zufälligkeit was als nächstes kommt und zu tun ist, und hin und wieder kann man sich so selbst überlisten etwas zu tun, das man sonst (natürlich mit den besten Gründen) immer vermieden hat.