Die Frage nach dem Geschäftsmodell des Web 2.0 scheint in gewissen Rhythmen zu kommen. Gerade wo bei den Bloggern das Fragen etwas nachgelassen hat (der Höhepunkt war so im Dezember letzten Jahres erreicht, als Flock released wurde) scheint sie sich jetzt bei Unternehmen vermittelt/verstärkt durch die Massenmedien vermehrt aufzustauen.

Martin Röll sagt jetzt jedenfalls

Als ob es [das Web 2.0] eins haben müsste.

Er relativiert das zwar damit, dass man schon schauen sollte was denn “das Internet für das bestehende Geschäft und innerhalb der existierenden Geschäftsmodelle tun kann” – und das ist als catch-all Phrase irgendwie nicht falsch (naja liebe Buchhändler, hätten sie halt geschaut, was das Internet für ihr existierendes Geschäftsmodell tun hätte können) aber es ist doch erstaunlich wie naiv seine Einschätzungen bzgl. der Auswirkungen, die Geschäftsmodelle die unter den Bedingungen des Web 2.0 entstehen auf die unterschiedlichsten Bereiche haben werden, sind.

(der konzeptionelle Fehler der bei der Frage nach (und der impliziten Erwartung einer Antwort an) einem Geschäftsmodell wohl begangen wird ist, den Begriff auf dem Niveau einer buchhalterischen Monetarisierung zu beschränken und dabei zu übersehen, welche ökonomischen Strukturveränderungen mit gleichzeitiger Wertschöpfungsexplosion jenseits einer an Firmen gekoppelten Input/Output-Maschinerie stattfinden, welche Kanäle entstehen, die diese distribuieren, usw. – Strategien dazu etwa im Gesamtwerk von Bubblegeneration, oder praxistauglicher etwa bei Exciting Commerce)